Eine Schülerin fragt: „Jetzt ist es so: Wir bauen Jahrzehnte an einem Millionenprojekt, um Bildungsräume für uns Schüler und später Studenten zu kreieren. Nur wie kommen wir hin und her? Du kommst mit dem Kärnten-Klimaticket nicht weit und mit dem Steiermark-Klimaticket auch nicht weiter, weil es das Stückelungsverbot gibt. Warum überlegt man sich nicht ein Südachse-Ticket?“ Für diese Frage an Redner Christian Holzer von ÖBB-Infra gab es beim diesjährigen „Businessday“ des Bundesschulclusters Hquadrat tosenden Applaus. „Das ist auch eine gute Frage. Die ÖBB hat zugesagt, dass man da an einer Lösung dran ist“, antwortet der Leiter des ÖBB Asset-Managements.

Was ist mit den Gewerbeflächen am Bahnhof?

Auch weitere Themen lagen dem Publikum am Herzen: „Wird es wieder einen Anschluss nach Zeltweg geben?“ Dazu Holzer: „Das Thema Schieneninfrastruktur ist extrem teuer, das muss man einfach so sagen. Und es ist einfach eine Abwägung, welche Mobilitätsform für das Potential, das da ist auch genützt werden kann.“ Es gäbe auch noch „Mikromobilitätsthemen“. „Wir müssen uns das ehrlicherweise noch anschauen und können da jetzt noch nicht ja oder nein sagen, leider.“ Ob es Bemühungen, die Gewerbeflächen im Bahnhof St. Paul zu beleben, gibt? „Ja, es gibt Bemühungen einen Nahversorger beziehungsweise Cafés zu erhalten. Wir sind dran“, erwidert der gebürtige Lavanttaler.

„Das Besondere an den Flächen rund um den neuen Bahnhof in St. Paul – rund 50 Hektar – ist, dass sie von der Grundidee interkommunal gedacht sind“, informierte auch Johannes Gastrager, Geschäftsführer des Regionalmanagements Lavanttal. Er besuchte einst auch das Bundesschulzentrum. Aus dem Publikum kommt die Frage, ob die, die heute die Schulbank drücken, auch hoffen dürfen. Konkret: „Wird es für uns in Zukunft einen Job im Technologiepark geben?“ Gastrager: „Wir gehen davon aus, dass wir Ende 2027 zu bauen beginnen können. Mit den ersten Gebäuden, den Pionierquartieren, die dann bis 2029 fertiggestellt werden, sich erste Betriebe dort ansiedeln können.“.

Konkret ist in St. Paul der dritte Technologiepark der Babeg – nach dem Lakesidepark in Klagenfurt und dem High-Tech-Campus in Villach – geplant. Im Jahr 2023 wurde bereits ein 2,3 Hektar großes Grundstück über einen Optionsvertrag gesichert. Das Projekt werde stetig weiterentwickelt und setze auf Langfristigkeit von 30 bis 50 Jahren. Der Lavanttaler Technologiepark wird den Schwerpunkt „Smart Materials und Kreislaufwirtschaft“ haben.

Zuletzt stand Christoph Knauder, Geschäftsführer der ALP. Lab GmbH, Rede und Antwort. „Wir müssen uns der Anschlussmobilität – wie kommen wir zum Bahnhof und wir kommen wir vom Bahnhof weg – entsprechend annehmen.“ Dieses Projekt, für das Knauders Firma verantwortlich zeichnet, basiert auf weitgehend autonom fahrenden Bussen. „Es geht darum, automatisierte Fahrzeuge und Mobilitätslösungen schrittweise an Bahnhöfen einzusetzen, um den öffentlichen Verkehr zu ergänzen, nicht zu ersetzen“, so Knauder. Technologie sei nur ein Teil des Ganzen – Akzeptanz und Rahmenbedingungen seien entscheidend.