Am 11. und 12. April wurde bei der 47. Auflage der „Laserhero Lavanttal Rallye“ vor zahlreichem Publikum wieder ordentlich Gas gegeben und Staub aufgewirbelt. „Es war eine sportlich und wirtschaftlich sehr erfolgreiche Rallye“, resümiert Helmut Klösch, der Obmann des Motorsportclubs (MSC) Lavanttal. Mit frühsommerlichen Temperaturen und rund 50.000 Zuschauern entlang der Strecke – voriges Jahr waren es zirka 40.000 – bot die zweitägige Veranstaltung ein spannendes Motorsportfest. 83 Teams aus neun Nationen gingen an den Start. Die Rallye zählte zum dritten Lauf der TEC7 Österreichischen Rallyemeisterschaft, zum Mitropa Rally Cup sowie zur Austrian Rallye Challenge.

Die Lavanttal Rallye 2025 endete mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg von Simon Wagner. Der Oberösterreicher sicherte sich mit Copilotin Hanna Ostlender nach 2022 und 2024 bereits zum dritten Mal den Sieg bei dem Motorsportklassiker. Neben der Politik und den Sponsoren dankt Klösch den beteiligten Gemeinden Wolfsberg, St. Andrä, Bad St. Leonhard, Frantschach-St. Gertraud und St. Paul sowie den Lavanttaler Einsatzkräften, vor allem aber auch den „vielen Fans, die heuer ins Lavanttal gekommen sind. Sie haben, so wie wir, eine tolle Veranstaltung miterlebt und haben allen Grund zum Feiern.“ 

Der neue Obmann des MSC Lavanttal Helmut Klösch
MSC-Obmann Helmut Klösch freut sich über ausgesprochen wenige Unfälle und technische Ausfälle © Simone Dragy

Der Höhepunkt des Motorsportereignisses, für dessen Ablauf es laut Klösch sogar Lob von der Austrian Motorsport Federation (AMF) gab, war für ihn die nächtliche Sonderprüfung vom Arlinggraben nach St. Margarethen mit großem Feuerwerk und tausenden Fans. Auch „der Rundkurs in Eitweg war eine tolle Sache“. Den Besucher-Rekord schreibt Klösch dem „Traumwetter“ zu und freut sich über außergewöhnlich wenige Unfälle und technische Ausfälle während der Rennen. Gut angenommen worden wären die angebotenen Hubschrauberrundflüge für Fans.

Zum Durchklicken: Der offizielle Start der Lavanttal Rallye 2025

Spannende Rennen

„Das war keine einfache Rallye. Aber ich hatte ein gutes Gefühl fürs Auto“, so Wagner nach seinem Sieg. Sein härtester Konkurrent war Jänner-Rallye-Sieger Michael Lengauer, der eine starke Leistung zeigte, am Ende jedoch mit Rang zwei Vorlieb nehmen musste. „Wenn man gegen einen Fahrer wie Simon gewinnen will, muss man vom ersten Meter an voll dabei sein – das war ich nicht“, so Lengauer selbstkritisch. Für seinen Copiloten Jürgen Rausch war der zweite Platz aber ein besonderer Höhepunkt – es war seine erste Podestplatzierung beim 20. Start im Lavanttal. Dritter wurde Vizestaatsmeister Luca Waldherr, nachdem der deutsche Meister Philip Geipel nach einem Kontakt mit einem Brückengeländer aufgeben musste. Rallye-Legende Raimund Baumschlager fuhr mit einem starken zweiten Tag noch auf Platz vier. In der Klasse TEC7 ORM 2 feierte Hermann Gassner junior seinen dritten Saisonsieg, vor Jakob Leutenberger Madsen aus Dänemark und Vater Hermann Gassner senior. Für den dänischen Meister Kenneth Madsen, dessen erstmalige Teilnahme bei der Lavanttal Rallye im Vorfeld für Vorfreude sorgte, reichte es für Platz 6.

Weitere Wertungen

In der TEC7 ORM 3 ließ Roland Stengg keine Zweifel aufkommen: Der Steirer gewann acht von dreizehn Sonderprüfungen und holte einen klaren Klassensieg. Dahinter landeten Raphael und Lukas Dirnberger. Pech hatte Marcel Neulinger, der nach einem Überschlag an seinem 20. Geburtstag aufgeben musste. In der Junioren-Wertung siegte Lukas Dirnberger vor Thomas Traußnig und Martin Stenberg. Die Historic-Wertung entschied Karl Wagner für sich, gefolgt von Günther Königseder und der Wolfsberger Thomas Klösch.
Die TEC7 ORM Trophy für Piloten über 50 Jahre gewann Raimund Baumschlager. Er setzte sich auch in der Austrian Rallye Challenge durch. Zweiter wurde jeweils Hermann Gassner senior, Dritter Lukas Dirnberger. Den Mitropa Rally Cup entschied der Slowake Robert Kolcak für sich, vor Hermann Gassner junior und Hermann Gassner senior.

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