In den Jahren 1913/1914 trieb ein Wolf, bald auch „Bauernschreck“ genannt, sein Unwesen. Schon nach einigen Wochen soll das Tier auf der steirisch-kärntnerischen Landesgrenze 380 Schafe, 94 Rinder und zwei Fohlen erlegt haben. „Es war zunächst nicht klar, um welches Tier es sich handelte. Ein richtiger Medienhype entstand. Auch Kaiser Franz-Joseph I. ließ sich davon regelmäßig unterrichten“, berichtet Christian Bachhiesl, Leiter des Museums im Lavanthaus. Im März 1914 wurde der sechs Jahre alte männliche Wolf durch den Henckel-Donnersmarckʼschen Revierjäger Paul Steinbauer angeschossen, tags darauf versetzte der Frantschacher Fabriksdirektor Max Diamant dem Wolf den Gnadenschuss und ließ sich daraufhin feiern. Der Wolf wurde ausgestopft und vorgeführt, die Büchse des Fabriksdirektors wurde in Waffenkatalogen angepriesen. Noch heute befindet sich der ausgestopfte „Bauernschreck“ im Besitz des Landesmuseums und wird im Museum im Lavanthaus in Wolfsberg ausgestellt.