Über Jahrzehnte beim selben Arbeitgeber zu sein, das ist heute selten geworden. Einer, der sich zu dieser raren Spezies zählen darf, ist Georg Kohler (64), der Anfang Dezember als Geschäftsstellenleiter der Sparkassen-Filiale in Wolfsberg in Pension ging. Kohler wurde im elterlichen Anwesen in Waldenstein (Gemeinde Preitenegg) mit Gemischtwarenhandlung und angeschlossenem Gasthaus geboren. Nach dem Besuch der HAK stieg er 1980 bei der Sparkasse Wolfsberg ins Bankbusiness ein und begann seine Arbeit am Bankschalter. „Das war früher ein tagelanges Ein- und Aussortieren von Belegen. Wenn die Kunden ihren Lohn erhielten, war besonders viel zu tun“, erinnert sich Kohler an die analoge Zeit mit nur einer einzigen elektrischen Schreibmaschine. Der Umstieg ins digitale Zeitalter war für ihn herausfordernd. „Aber ich hatte ein junges Team an meiner Seite“, so Kohler. 1982 wechselte Kohler in die Sparkassen-Filiale in Bad St. Leonhard, wo er vier Jahre später die Leiterstelle übernahm. „Dort habe ich jeden Kunden mitsamt seiner Kontonummer persönlich gekannt“, so Kohler. 1987 heiratete er seine Ingrid, mit der er drei Töchter hat. Mittlerweile gibt es auch schon drei Enkelkinder. Zusammen führen die beiden gemeinsam das an der Packer Bundesstraße liegende Landgasthaus. 2002 kam der nächste Karriereschritt. Er wechselte wieder nach Wolfsberg, wo er die Leitung der dortigen Geschäftsstelle der Kärntner Sparkasse übernahm und diese 22 Jahre leitete. Neben der Bewirtung seiner Gäste wird sich Kohler in der Pension auch um seine sportliche Fitness beim Schifahren und Radfahren kümmern.