„Wir müssen Einsparungspotential suchen und umsetzen“, so Bürgermeisterin Maria Knauder (SPÖ) in der gestrigen vierstündigen St. Andräer Gemeinderatssitzung, in der es vorrangig um den Rechnungsabschluss 2023 und den Voranschlag 2025 ging. Die FPÖ-Fraktion sprach sich gegen den Rechnungsabschluss 2023 aus, da sie wiederholt einen zusätzlichen externen Wirtschaftsprüfer zur Erstellung hinzuziehen wollten und dies von der Mehrheit abgelehnt wurde. Des Weiteren bezogen sie sich auf ein Schreiben vom Land Kärnten, in dem die Gemeinde bereits im November hingewiesen wurde, dass dieser noch einige Mängel aufweise. Neben den fünf FPÖ-Mandataren stimmten auch die zwei Gemeinderäte Gerald Edler und Helmuth Dohr vom Team Kärnten gegen den Rechnungsabschluss 2023, nach dem die Stadtgemeinde St. Andrä einen Abgang von rund 426. 000 Euro aufweist.

Einiges wird abgeschafft

Einstimmig beschlossen wurde die Abschaffung der Bienenförderung, die Umstellung von der Windeltonne auf Säcke, die Abschaffung des Gemeindezuschusses für Essen auf Rädern. Auch der „Tag der älteren Generation“, der jährlich 15.000 Euro kostet und im Rahmen des geflügelfestes „Gackern“ stattfand wurde einstimmig abgeschafft. Auf Druck des Landes Kärnten wurde auch die Kommunalsteuerrückvergütung abgeschafft, da es ansonsten keine Bedarfszuweisungen außer Rahmen mehr für die Gemeinde St. Andrä gegeben hätte. Die Abschaffung der Hauptwohnsitzförderung für Studenten von 250 Euro schaffte mit den zwölf anwesenden SPÖ-Stimmen keine Mehrheit und bleibt somit bestehen. Anschließend ging es in einer fast einstündigen Diskussion um die Eröffnungsbilanz 2025 mit einem vorläufigen Abgang von rund 2,7 Millionen Euro. Dieser wurde gegen die Stimmen der fünf FPÖ-Mandatare mehrheitlich beschlossen. Alexander Skledar (FPÖ): „Der Voranschlag 2025 entspricht für mich nicht der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit und darum kann ich nicht zustimmen.“ Gegen Ende der Sitzung wurden nachdem es 2024 keine Gebührenerhöhung gab für das kommende Jahr Erhöhungen einstimmig beschlossen. Somit steigen ab 1. Jänner 2025 die Kanalgebühren von 1,78 Euro auf 2,04 Euro je Quadratmeter Referenzfläche. Eine größere Belastung kommt auf die Gemeindebürger bei der Wassergebühr zu, hier gibt es eine Steigerung um 29 Prozent, von 1,74 Euro je Kubikmeter auf 2,24 Euro. Vizebürgermeister Maximilian Peter (ÖVP): „Wir wollen sicherstellen, dass die Bürger Wasser, Kanal und Straßen zu ihrem Haus haben. Bei unserer Infrastruktur, unseren Straßen dürfen wir nicht sparen.“  Die Abfallgebühren wurden ebenfalls für alle Varianten erhöht, laut Beschluss um mindestens 15 Prozent.