Eine Autoimmunerkrankung führte die Wolfsbergerin Ramona Steiner vor zehn Jahren in die Selbstständigkeit. „Obwohl ich das gar nie wollte, war es rückblickend das Beste, das mir passieren konnte“, bilanziert die 45-Jährige. Fotografiert hat die Lavanttalerin schon vieles: Babys, Hochzeiten, Tiere und Co. Spezialisiert hat sie sich mittlerweile auf die Portrait- und Produktfotografie. „Die Produktfotografie ist ein Steckenpferd von mir. Dieses Herumtüfteln mit Produkten, um sie perfekt in Szene zu setzen, taugt mir irrsinnig. Egal ob Schmuck, Flaschen oder Eisbecher“, erzählt Steiner, die sich zu Hause ein Studio eingerichtet hat. „Hier kann ich am besten mit dem Licht basteln und Situationen kreieren.“
Die „Krönung“
Von 08/15-Fotos hält die verheiratete Mutter einer 16-jährigen Tochter nichts. Das trifft sowohl für Portrait- oder Business- als auch für Fineart-Shootings zu: „Am meisten freut es mich, wenn die Kunden überrascht sind, wie sie auf Fotos aussehen können. Ein Foto soll die bekannten, aber auch die unbekannten Facetten einer Person positiv und auf künstlerische Weise zum Ausdruck bringen.“ Wie sie das anstellt? „Offenbar habe ich ein Händchen dafür, dass die Kunden rasch Vertrauen zu mir aufbauen und ich so ihre Persönlichkeit optimal in Szene setzen kann“, sagt die Fotografin, die mit ihren Werken bereits etliche Auszeichnungen einheimsen konnte. Die „Krönung“ erfolgte 2023: Beim Landesfotowettbewerb der Berufsfotografen Kärnten räumte sie in fünf Kategorien ab und erhielt zwei erste Plätze, einen zweiten Platz sowie zwei dritte Plätze.
Das Handwerk erlernt hat Ramona Steiner bei „Foto Gutschi“ in Wolfsberg. „Dort habe ich alles noch ganz ,Old School‘ gelernt: Im Fotostudio als Assistentin bis hin zur analogen Filmentwicklung mit Chemikalien. Später bin ich ins Digitale reingewachsen“, erzählt die Lavanttalerin, die 15 Jahre lang dort gearbeitet und zuletzt das Labor geleitet hat – bis zu ihrer Schwangerschaft. Danach blieb sie drei Jahre bei ihrer Tochter Sarah und startete nach ihrer Erkrankung Anfang 2014 mit dem Fotografengewerbe durch. „Ich hatte von Anfang an einen großen Zuspruch. Das zeigte mir, dass die Zeit reif war und ich auf dem richtigen Weg bin.“