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Nach Entscheidung der FachleuteDiskussion um Kaufpreis für Benediktinerschule

FPÖ will trotz Entscheidung der Kommission alle vier Konzepte für die Benediktinerschule diskutieren, denn Bieter wie die Lilihill Gruppe haben mehr als die bestgereihte "Arge Benediktinerhof" geboten.

Das Schulgebäude steht ab 2020 leer. © Markus Traussnig
 

Monatelang sind wegen des Verkaufs der Benediktinerschule die Wogen hochgegangen. Seit Montag liegt die Entscheidung der Fachleute-Kommission vor. Aus vier Bewerbern hat sie sich einstimmig für die „Arge Benediktinerhof“, hinter der die Unternehmer Kanduth, „9010 Immobilien“ und „MK 32 Immobilien“ stehen, entschieden. Nun sollen im Sonderstadtsenat am 10. und im Sondergemeinderat am 17. Dezember die politischen Weichen für das Projekt gestellt werden.

Ganz ohne Diskussionen wird es nicht abgehen. Denn Vizebürgermeister Christian Scheider (FPÖ) will, dass alle vier Angebote umfassend vorgestellt werden. „Das Ergebnis der Kommission ist eine Empfehlung. Wie soll man eine Entscheidung treffen, ohne die Unterschiede der Projekte zu kennen“, argumentiert er. Immerhin habe die Lilihill mit 2,5 Millionen Euro mehr als die „Arge Benediktinerhof“ mit 2,2 Millionen Euro geboten. Darüber hinaus könnte die im Konzept vorgesehene Öffnung zum Benediktinermarkt eine Bereicherung für die Stadt sein.

Ob Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) darauf einschwenkt, scheint fraglich. Sie hat wiederholt betont, dass die Politik der Entscheidung der Kommission folgen müsse. Ihre Koalitionspartner Stadtrat Markus Geiger (ÖVP) und Stadtrat Frank Frey (Grüne) sind wohl auf ihrer Linie. Obwohl einige Grüne das Gebäude weiterhin in öffentlicher Hand wissen wollen.

Kommentare (5)

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mrbeem02
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3
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RASCHER VERKAUF IST DIE EINZIGE MÖGLÍCHKEIT

So schön ist die Benediktinerschule auch wieder nicht, aber sie steht nun mal unter Denkmalschutz, was die Verwendung ohnehin massiv einschränkt.
Dazu gibt es einen Hotelbetrieb, der dringend Raum braucht, um zu einer international verkaufbaren Grösse zu kommen.
Bedingt durch die Nicht-veränderaren Raumhöhen ist die Verwendung der Schule faktisch nur für Luxuswohnungen, die die Stadt im Zentrum dringendst benötigt, möglich. Niemand würde aber Wohnungen kaufen, die nicht in seinem direkten Eigentum stehen. Daher ist dies die einzige Möglichkeit, die Schule zu verkaufen, und für die Gestaltung und Verwendung neben dem Denkmalschutz halt im Kaufvertrag weitere Auflagen zu erteilen.

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gintonicmiteis
0
7
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Das ist zwar nett,

dass sie hier im Interesse der Bieter mitdiskutieren - so viel Meinungsfreiheit muss eine Demokratie wohl aushalten.

Ich kann Ihren Gedankengängen aber nicht ganz folgen: Warum braucht die Innenstadt "dringendst" Luxuswohnungen? Haben wir die dank der drei, vier politisch bestens vernetzten Baudominanten in dieser Stadt nicht eh ausreichend? Manche Szenekenner sprechen gar von größtenteils Leerständen, da diese Luxuswohnungen nur an wohlhabende Wiener Zahnärzte & Co. als Anlageobjekte verscherbelt werden...

Wer braucht also diese Luxuswohnungen? Die Bevölkerung, deren Interessen die Politik vertreten sollte, schon gar nicht. Und wie Sie eine Verwendung im Sinne der Gemeinschaft über Jahrzehnte in einem Kaufvertrag regeln wollen, wissen Sie wohl selbst genau: Das geht gar nicht - das werden Ihnen selbst die talentlosen Juristen des Magistrats verneinen.

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go
1
8
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Mehrwert von Euro 300.000 ?

Welchen Mehrwert erwartet die Gemeinde, das man ein 300.000 Euro günstigeres Angebot vorzieht ?
Für den Steuerzahler sollte der bestmögliche Preis erzielt werden.

Anderenfalls finde ich es sehr schade eine schöne historische Immobilie aus der Hand zu geben.

Ich schliesse mich der Meinung des Vorposters an und generell sollte Immobilienvermögen aus öffentlicher Hand nur noch per Superädifikat oder Pacht vergeben werden.

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gintonicmiteis
1
6
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Schluss mit diesem Rumwurtschteln! Kein Verkauf!

Der Plan des Verkaufs sollte vollständig aufgegeben werden - stattdessen eine langfristige Verpachtung ausgeschrieben werden.

Vorteile: Das Gebäude bleibt im Eigentum der Stadt, fällt bei einem Konkurs des Pachtnehmers an diese zurück und ermöglicht einen konstanten, jährlichen Geldzufluss zum Stadtbudget. Zudem können alle großartigen Pläne "zur Belebung der Stadt" konkret in den Pachtvertrag inkludiert werden. Bei einem Verkauf dagegen nicht - auf zukünftiges Privateigentum hat die Stadt dann keinen Einfluss.

Nachteile: keine. Zumindest für die Bürger und die Stadt nicht. Dass es gegen die Partikularinteressen von gewissen Politikern und deren Freunden geht, ist natürlich auch klar...

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CuiBono
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11
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Längst vergangen geglaubte Usancen

leben in Klagendorf nicht nur auf, sondern sind offensichtlich beständige durchgängige Art und Weise der Stadtführung.

Unterm Tisch halten, freihändige Vergaben und Entscheidungen, Nichtinformation und Nichteinbindung der Bevölkerung, präpotentes Drüberfahren,...

- all das, was man mit dem Heimgang vom Jörgl-selig und der Abwahl des Biergermastas vom Fuße des Wörthersees erwartet hatte, passiert(e) in Klagendorf unter einer roten Bürgermeisterin NICHT.

Hier geht es im alten Stil weiter.

Dass es aktuell die Blauen, der ex-BM und die Seinen sind, die dagegen angehen, ist eine besondere Form der politischen Perversion und zeigt zusätzlich das vollkommen inakzeptable Vorgehen der Roten Löwin auf.

Sie können einem leid tun.
Die Klagendorfer Bürger und Wähler und Zahler.

Und auch der Landeskaiser, dessen bemühter Kurs im Lande durch die politische Führung der Landeshauptstadt konterkariert wird.

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