Nach 13 Jahren als Chef der Spitalsholding Kabeg verlässt Arnold Gabriel mit Jahresende das Haus und wechselt in die Privatwirtschaft. Wer dem 57-Jährigen als Vorstand des größten Dienstleistungsunternehmens Kärntens mit 8500 Mitarbeitern nachfolgt, soll bis Ende Mai geklärt werden.

Um eine unabhängige und transparente Abwicklung des Auswahlverfahrens zu gewährleisten, habe der Aufsichtsrat die Einkaufsabteilung der Kabeg beauftragt, im Rahmen einer Ausschreibung geeignete Anbieter für das Recruiting der Vorstandsposition zu ermitteln, so die Betriebsgesellschaft auf Anfrage. Im Rahmen einer Sonderaufsichtsratssitzung wurde kürzlich der Bestbieter mit der Durchführung des Auswahlverfahrens beauftragt.

Ausschreibung ist öffentlich

Die Ausschreibung wurde am Wochenende veröffentlicht und ist der Kabeg-Homepage zu entnehmen. Zu den Anforderungen zählt ein nicht näher definiertes abgeschlossenes Studium, Erfahrung und Kenntnisse in der strategischen Unternehmensführung, umfassende Kenntnisse von Gesundheitssystemen, Kenntnis des Regionalen Strukturplans Gesundheit und eine Vielzahl von Managementkompetenzen. Gesucht werde „eine strategisch denkende und unternehmerisch handelnde Führungspersönlichkeit“, heißt es wörtlich.

Bewerbung bis 28. März

Die Bewerbung ist bis 28. März möglich. „Im Rahmen eines von der Personalberatungsfirma durchgeführten Hearings mit den potenziellen Kandidaten wird eine Reihung festgelegt, die vom Aufsichtsrat beschlossen wird. Wir gehen davon aus, dass dies bis Ende Mai erfolgen wird. Im Anschluss werden die Vertragsverhandlungen mit den gereihten Kandidaten geführt“, so die Kabeg. Der Vorstand der Spitalsholding wird für fünf Jahre bestellt.

Die ersten Namen als mögliche Gabriel-Nachfolger fallen schon: Wolfgang Schantl, Leiter der Abteilung Medizinische Strukturentwicklung in der Kabeg, winkt aber ab: „Ich gehe im September in Pension.“ Auch Kabeg-Personalchef Markus Ertl sagt: „Ich werde mich nicht bewerben. Vielmehr begleite ich den Ausschreibungsprozess.“