Der Hütten-Berg

Während anderswo die Schutzhütten gerade ihre Türen schließen, bekommt man auf der Stari Loibl-Hütte am Alten Loibl auch im Herbst und Winter einen Platz am Ofen, dazu türkischen Kaffee, Štrukli, das sind gekochte Strudelteigrollen gefüllt mit Topfen, oder ein deftiges Ritschert mit Selchwurst. Zu erreichen ist die Hütte am alten Grenzübergang Loibl von der österreichischen oder von der slowenischen Seite aus. Die österreichische Variante auf der alten Pass-Straße ist etwas länger und teilweise auch steil, bietet dafür aber einige schöne Aussichtspunkte. Die Hütte ist ganzjährig bewirtschaftet. Montags und dienstags hat sie geschlossen.

Der Feierabendberg

Praktisch im Herzen von Klagenfurt befindet sich der Falkenberg. Gelegen mitten im Naherholungsgebiet Kreuzbergl kann man hier binnen kürzester Zeit dem Straßenlärm entfliehen und auf bunten Herbstblättern und frischen Maronis gemütlich Richtung Gipfel spazieren. Wochenends ist hier auf manchen Pfaden viel los, doch wer unter der Woche nach Dienstschluss einen der vielen Wege nach oben nimmt, hört nicht viel mehr als Vogelgezwitscher und Bachplätschern. Starten kann man zum Beispiel vom Hotel Plattenwirt am Wörthersee. Von dort führt der Weg stetig hinauf, vorbei am Weingarten - mit Blick auf den Wörthersee - bis ganz nach oben. Die Wege sind gut beschildert, in weniger als einer Stunde ist man am (bewaldeten) 671 Meter hohen Gipfel des Falkenbergs.

Der Wanderweg auf den Falkenberg führt am Klagenfurter Weingarten vorbei
Der Wanderweg auf den Falkenberg führt am Klagenfurter Weingarten vorbei © Kerstin Oberlechner

Der Familienberg

Wie viele Wanderer bis jetzt tatsächlich eine gesehen haben, muss an dieser Stelle offen bleiben, Fakt ist aber, dass der Zwergohreulen-Weg auf dem Plöschenberg bei Köttmannsdorf diesem kleinen Vogel (die Eule ist so groß wie ein Spatz) gewidmet ist. Doch nicht nur der Rundweg oben ist reizvoll, auch der Weg hinauf auf den Plöschenberg lohnt sich. Die Nord-Variante führt von Viktring über Opferholz hinauf aufs Plateau des Berges. Zuerst folgt man der asphaltierten, aber kaum befahrenen Opferholzstraße hinauf. Dort angekommen, führt ein beschilderter Weg links hinauf durch den Wald bis auf den Berg. Oben angekommen, kann man nun den gut beschilderten Zwergohreulen-Weg erwandern oder gleich im Landgasthof Plöschenberg oder einer Buschenschenke einkehren. Wer sich den Aufstieg auf den 800 Meter hohen Plöschenberg ganz sparen will, startet gleich beim Lehrpfad. Der Weg führt entlang schöner Wälder und Wiesen und erklärt mittels 20 Infotafeln den Lebensraum der Eule.

Der Plöschenberg bietet wunderschöne Ausblicke ins Rosental
Der Plöschenberg bietet wunderschöne Ausblicke ins Rosental © KLZ / Michaela Kanatschnig

Der Sport-Berg

Den Gipfel des Freibergs, Setiče, in Zell-Pfarre/Sele-Fara, muss man sich erkämpfen. Beinahe durchgehend steil bergauf führt der konditionsmäßig anspruchsvolle Wanderweg im Herzen des Bergsteigerdorfs. Mit 1923 Metern liegt sein Gipfel bereits oberhalb der Baumgrenze, deshalb sollte man vor einer Tour im Herbst unbedingt die aktuelle Schneelage beachten. Denn auch ohne Schneematsch an den Wanderschuhen ist der Berg sportlich. Dafür belohnt er mit einer sensationellen Aussicht. Start ist bei der Volksschule von Zell, von dort geht es recht schnell nach oben und Richtung Norden raus aus dem Dorf und rein in den Wald. Ab dem Užnikkreuz (1304 m) hält man sich rechts und folgt dem Weg 631. Die Hänge sind sehr steil und erst spät öffnet sich der Blick in alle Richtungen - aber die (Tor)tour lohnt sich.

Der Ruhe-Berg

Der Schrottkogel ist noch immer ein Geheimtipp. Am Klagenfurter Südufer gelegen ist er so etwas wie der unbekannte Bruder des Kreuzbergls. Ein möglicher Start der Tour ist in Viktring am Höhenweg möglich. Vom Höhenweg zweigt bei einem Marterl rechts ein Feldweg nach oben ab. Vorbei an (eingezäunten) Kühen geht man durch den Wald bis zur Lichtung zum Gasthaus Schrottbauer. Von dort wieder in den Wald bis zum bewaldeten 759 Meter hohen Gipfel des Schrottkogels. Wer noch nicht genug hat, kann weiter zu den Spintikteichen wandern.

Der Schrottkogel gibt schöne Blicke auf den Wörthersee frei
Der Schrottkogel gibt schöne Blicke auf den Wörthersee frei © Andreas Kanatschnig