Der goldene Herbst und damit die schönste Zeit zum Wandern steht vor der Tür. Das Wochenende lockt mit ungetrübt sonnigen Tagen auf die zahlreichen Gipfel der Region. Viele Hütten haben noch geöffnet, sodass sich Touren besonders lohnen. Wir haben einige Wandertipps zusammengestellt:
Wöllaner Nock: Ein Berg für alle
Der Wöllaner Nock ist ein 2145 Meter hoher Gipfel im Gemeindegebiet von Arriach. Der Nockberg bietet verschiedene Wanderwege und Einkehrmöglichkeiten. Ausdauernde können ihre Wanderung beispielsweise in Feld am See starten und am Weg in der „Sonnigen Rieserhütte“ einkehren. Das begehrte Ausflugsziel ist noch bis Mitte Oktober jeden Tag geöffnet, danach nur Samstag und Sonntag. Wer es gemütlicher mag, nimmt den Lift von Bad Kleinkirchheim aus. Die Kaiserburgbahn fährt noch bis 19. Oktober. Die „Walderhütte“, gelegen 180 Meter unter dem Gipfel, ist auch mit dem Fahrrad erreichbar.
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Rundwanderweg Dobratsch: Schritte zur Entschleunigung
Der Dobratsch (Villacher Alpe) ist als Hausberg der Villacherinnen und Villacher wohl unter den meist begangenen Bergen der Region. Doch nicht nur der Gipfel des Dobratschs ist eine Wanderung wert, auch eine Umrundung des Berges ist lohnend. Der Rundwanderweg besteht aus vier Etappen, als Symbol gegen den Stress im Alltag führen sie gegen den Uhrzeigersinn. Entlang der Wanderung können Stempel gesammelt werden, mit einem vollen Wanderpass erhält man im Naturpark Büro eine Wandernadel und ein kleines Geschenk. Die vier Etappen sind insgesamt rund 70 Kilometer lang, etwa 1300 Höhenmeter müssen absolviert werden.
Schwierigkeit: mittel bis leicht
Woroun auf der Spur: Erlebniswanderweg für die Kleinsten
Für Wanderfans ab acht Jahren gibt es am Faaker See einen Erlebniswanderweg. Im „Drachenwald“ bei Drobollach am Faaker See machen sich Abenteuerlustige auf die Spur des mächtigen Drachen Woroun. Auf mehreren Stationen warten Rätselfragen auf die Kinder. Dazwischen heißt es auch mal Mut beweisen und Schuhe ausziehen, um barfuß über den Waldboden zu gehen. Ein ideales Ausflugsziel also für warme Herbsttage.
Schwierigkeit: leicht
Oisternig: Ein Zweitausender an der Grenze
Der Oisternig ist der östlichste Zweitausender der Karnischen Alpen. Die „Almwirtschaft Feistritzer Alm“ und das „Rifugio Fratelli Nordio“ bieten nicht nur schöne Aussicht, sondern auch beste italienische Küche. Die Feistritzer Alm ist mit dem Auto erreichbar, von dort führt ein leichter Weg noch rund 350 Meter auf den Gipfel. Wer es länger mag, startet die Wanderung auf der Dolinzaalm.
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Monte Cuar
Für alle, die ihre Liebe zu Italien mit der Leidenschaft zum Wandern verbinden möchten, ist der Friaul ein lohnendes Ziel für einen Ausflug. Hunderte Gipfel wollen hier erklommen, unzählige Köstlichkeiten der regionalen Küche probiert werden. Ein Berg, bei dem alle auf ihre Kosten kommen dürften, ist der Monte Cuar. Am Gipfel schweift der Blick weit Richtung des türkis glitzernden Lago di Cavazzo und bis zum Meer. In der „Malga Monte Cuar“ kann man sich noch bis Oktober kulinarisch verwöhnen lassen. Auch bei Mountainbikerinnen und Mountainbikern ist der Berg beliebt.
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Gerlitzen: Der Klassiker
Die Gerlitzen ist neben dem Dobratsch wohl der Villacher Klassiker schlechthin. Kanzel- und Gipfelbahn haben noch bis 5. Oktober täglich geöffnet (mit Mittagspause), danach bis Anfang November an den Wochenenden (außer am 26. Oktober). Kulinarisch hat der Berg so einiges zu bieten – mit der „Neugarten Almseehütte“ auch eine Einkehr, die sich der „Slow-Food-Bewegung“ verschrieben hat. Die Hütte erreicht man nach einem kurzen Abstieg vom Gipfel. Hier wartet auf Kinder eine Wassererlebniswelt und Mutige wagen auch im Herbst noch einen Sprung in den See. Die Hütte ist auch mit dem Rad erreichbar.
Schwierigkeit: leicht