Studentin, Sanitäterin in Ausbildung und ehrenamtlich Helfende – diese Worte beschreiben die Klagenfurterin Helena Krieg-Holz am besten. Neben ihrem Gesundheits- und Pflegemanagementstudium an der FH Kärnten arbeitet Krieg-Holz bei Humanomed im Qualitätsmanagement, absolviert gleichzeitig die Ausbildung zur freiwilligen Sanitäterin beim Roten Kreuz und ist ehrenamtlich im Haus Harbach in Klagenfurt aktiv.

Zu ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten kam Helena Krieg-Holz durch ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Jahr 2023. „Nach meiner Matura wusste ich erst nicht, was ich tun soll“, erzählt die Klagenfurterin. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen und dabei auch etwas Gutes zu tun, absolvierte die Studentin ihr FSJ im Haus Harbach der Diakonie.

„Ich bin von Natur aus ein gutmütiger Mensch“

Nach Ende der zehnmonatigen Frist konnte Krieg-Holz nur schwer Abschied von den Bewohnern und Bewohnerinnen des Pflegeheims nehmen. „Ich bin von Natur aus ein gutmütiger Mensch und ich helfe sehr gerne – diese Begabung konnte ich dort perfekt einsetzen“, sagt sie. Seitdem ist die Klagenfurterin im Pflegeheim ehrenamtlich tätig und besucht die Bewohner der Einrichtung zwei bis dreimal pro Woche. „Das gibt mir selbst einen inneren Frieden, gerade wenn es bei mir zu Hause stressig ist.“

„Bei der Arbeit im Pflegeheim kann ich mich wirklich entspannen – dabei komme ich auch selbst zur Ruhe“, sagt die Studentin
„Bei der Arbeit im Pflegeheim kann ich mich wirklich entspannen – dabei komme ich auch selbst zur Ruhe“, sagt die Studentin © KLZ / Jasmin Merl

Im Haus unterstützt sie bei Bedarf die Pflegekräfte und verbringt viel Zeit mit den Bewohnern und Bewohnerinnen. „Es reicht schon, dass einfach jemand da ist und den Leuten zuhört. Bei der Arbeit im Pflegeheim kann ich mich wirklich entspannen – dabei komme ich auch selbst zur Ruhe.“ Im Pflegeheim merke sie, wie dankbar die Bewohner und Bewohnerinnen für ihre Anwesenheit sind. „Als ich mal für zwei Wochen im Urlaub war und dann wiedergekommen bin, hatte eine ältere Dame vor Freude Tränen in den Augen. Das war ein sehr berührender Moment für mich.“

Beziehung zur Familie ist ihr wichtig

Im Alter von zehn Jahren kam Krieg-Holz mit ihrer Mutter aus Passau in Bayern nach Österreich. Der Studentin ist es wichtig, dass vor allem junge Leute eine bessere Beziehung zu ihren Familien pflegen würden. „Meiner Generation fehlt dieser familiäre Bezug total. Ich würde mir wünschen, dass vor allem junge Leute ihre Familie mehr wertschätzen würden.“

Die Studentin, die in ihrer Freizeit musikalisch und sportlich aktiv ist, kann sich gut vorstellen, weiterhin im sozialen Bereich tätig zu bleiben: „Ein großes Ziel von mir ist es, einmal in einer leitenden Position in einer Klinik mit geriatrischem Schwerpunkt zu sein.“ Die ehrenamtliche Tätigkeit im Haus Harbach verlangt auch Geduld und Zeit, doch Helena Krieg-Holz ist sich sicher: „Ich möchte unbedingt weiterhin mit älteren Menschen zusammenarbeiten und für sie da sein.“