Die Liebe zum Wandern, zur Natur und damit zur Fragant ist bei Rick van de Haar so was wie Familiensache. Schon seine Mutter Regine verbrachte einen Teil des Sommers im bergigen Seitenteil des Mölltals in diversen Camps des Alpenvereins Klagenfurt. „Als ich dann alt genug war, hat sie mich und meine Schwester auch dort hingeschickt“, lässt der gebürtige Holländer seine Kindheit Revue passieren. Eine Entscheidung, die das weitere Leben des heute 50-Jährigen entscheidend geprägt hat, denn noch heute ist Rick van de Haar beim Alpenverein und engagiert sich dort ehrenamtlich.

Im Jahr 1993 hat der Köttmannsdorfer das erste Jugendcamp in der Fragant mitgestaltet, vier Jahre später, also 1997, wurde er zum Campleiter ernannt, seit nunmehr fünf Jahren ist er stellvertretender Jugendteamleiter und Verantwortlicher für die Jugendaktivitäten in der Fraganter Jugendherberge auf 1800 Meter Seehöhe. Der Alpinpädagoge, der seit 2004 in Kärnten lebt, kümmert sich in diesem Zusammenhang um die Organisation des sogenannten „Goldgräber“-Camps, bei dem über 30 Kinder zwischen neun und zwölf Jahren teilnehmen. „Es ist eine große Verantwortung, macht aber auch sehr viel Spaß“, erzählt der Familienvater. Mit den Kindern unternimmt er Wanderungen, spielt, wetteifert bei Tischtennis-Turnieren, grillt, sitzt am Lagerfeuer oder bastelt.

Kinder bleiben als Betreuer

„Es geht darum, dass die Kinder wieder zurück zur Natur finden und deren Schönheiten erkennen. Wir wollen den Kindern eine sinnvolle Beschäftigung in der Natur zeigen und weg vom Handy holen“, so van de Haar zum Hintergrund der Kindercamps des Alpenvereins. „Viele Kinder besuchen dann später die Jugendcamps, einige bleiben dann selbst als Betreuer.“

Das Wandern und Bergsteigen gehört auch abseits seiner Aktivität beim Alpenverein zur großen Leidenschaft des Familienvaters. Den Rest seiner Freizeit widmet er seinen Kindern, geht gerne gut essen, tritt in die Pedale oder besucht seine Familie in den Niederlanden.