Ein Blick auf das Jahr 2024 und die Seiten der Kleinen Zeitung zeigt, dass im Bezirk Klagenfurt viel passiert ist. Ob brisante Ereignisse, emotional diskutierte Aufreger oder traurige Schicksale - die zehn meistgeklickten Artikel des Jahres geben spannende Einblicke in das, was die Menschen in unserer Region besonders interessiert hat.
Platz 10: Über 800 Überstunden: Neuer Skandal erschüttert Klagenfurter Immobilienverwaltung
Bei „Klagenfurt Wohnen“ beziehungsweise in der Immobilienverwaltung Klagenfurt GmbH (IVK), einer 100-prozentigen Tochter der Stadt, haben einige der 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hohe Zeitguthaben aufgebaut, da es über Jahre hinweg gelebte Praxis war, diese von einem Jahr ins nächste zu übertragen. Die Spitzenreiterinnen: Eine Mitarbeiterin, die mit 31. Oktober 867 Überstunden zu Buche stehen und ihr Guthaben vermutlich bereits seit dem Jahr 2017 aufgebaut hat, sowie zwei ihrer Kolleginnen, bei denen 291 beziehungsweise 240 Überstunden am Konto aufscheinen.
Platz 9: Letzter Tag: Klagenfurter Hofer-Filiale schließt für immer
Am 31. Oktober war der letzte Einkaufstag in der Hofer-Filiale im Klagenfurter Stadlweg. Die Filiale schloss für immer. „Die Entscheidung, die Filiale am Stadlweg in Klagenfurt nach rund 23 Jahren zu schließen, basiert auf verschiedenen Faktoren, darunter Standortanalysen und dem Gesamtkonzept unseres Filialnetzes“, erklärte dazu Cathleen Völkel, die sich für die Unternehmenskommunikation verantwortlich zeigt.
Platz 8: Legendäres Beisl abgerissen: „Uns ist die Entscheidung nicht leicht gefallen“
Jahrzehntelang war „Onkel Tom‘s Hütte“ in Klagenfurt eine echte Institution. Das Beisl hat jedoch seit Jahren geschlossen und wurde nun abgerissen. „Im Sinne der Entsiegelung wird das Gebäude jetzt abgerissen. Onkel Tom‘s Hütte ist eine Institution, so leicht ist uns diese Entscheidung auch nicht gefallen“, sagte Stadtrat Max Habenicht (ÖVP).
Platz 7: Badewarnung ignoriert: „Die Leute gehen in der Sattnitz trotzdem ins Wasser“
Seit Ende Juli galt für einen großen Abschnitt entlang der Sattnitz eine Badewarnung. Menschliche und tierische Fäkalien im Wasser, Wassertemperaturen um die 26 Grad und der ausbleibende Niederschlag sorgten für die erhöhten Werte. Die Leute reagierten nicht und gingen trotzdem ins Wasser. Speziell die Wiese an der Schrödingerstraße gilt als beliebter Verweilplatz für Bürger aus anderen Kulturkreisen.
Platz 6: Fahrer von Elektroautos werden künftig zur Kasse gebeten
Empfindliche Teuerungen für einige Autofahrerinnen und Autofahrer hat der Klagenfurter Stadtsenat im November beschlossen, wie die Ausweitung der Parkgebührenpflicht auf Elektroautos oder die Erhöhung der Jahresparkgenehmigung.
Platz 5: „Der Sommer brachte das Schlechteste des Wörthersee-Tourismus zum Vorschein“
Die Strandbäder und der Tourismus freuten sich über eine erste positive Sommerbilanz am Wörthersee. In Erinnerung blieben aber die Fehltritte der Tourismusbranche.
Platz 4: 1,5 Millionen Euro Schulden: Erotikmodel bandelt wieder mit Klagenfurter Unternehmer an
Das deutsche Erotikmodel Micaela Schäfer schlägt gemeinsam mit ihrem Ex, dem Klagenfurter Felix Steiner, einen neuen Karriereweg ein und möchte damit ihre Schulden abbauen. Sie gab an, nicht einfach so mit Geld um sich geworfen zu haben. Vielmehr habe sie „Prioritäten gesetzt“ und ihr Vermögen in Immobilien investiert: „Es sind ja positive Schulden. Es ist ein bisschen eskaliert.“
Platz 3: Familie versinkt seit Jahren auf ihrem eigenen Grundstück
Behörden und Medien begleiten Claudia und Herbert Anderwald seit Jahren in der Thematik. Seit Jahren versinkt die Familie auf ihrem Grundstück in Maria Wörth. Die Situation wird für das Paar immer prekärer, ans Aufgeben denken sie aber nicht: „Wir lassen uns nicht verjagen.“
Platz 2: Chaotische Szenen: Bürgermeister Scheider beendete schlagartig Gemeinderatssitzung
Der Klagenfurter Gemeinderat kam am 5. Dezember zusammen, um unter anderem Isabella Jandl zur neuen Magistratsdirektorin zu bestellen. Die Bestellung platzte aber. Nach Sitzungsende stürmten vor leeren Gemeinderatssitzen noch unzählige Magistratsmitarbeiter den Saal.
Platz 1: Ursache für die große Wasserverschmutzung gefunden
Enterokokken-Bakterien fanden den Weg ins 900 Kilometer lange Leitungsnetz, am 20. September erfolgte daher die Warnung für das gesamte Stadtgebiet, das Wasser abzukochen, die erst vier Wochen später endgültig aufgehoben werden konnte. Die Suche nach der Ursache begann sofort, erst Mitte November stand fest, was die Misere auslöste.