Dröhnende Bohrmaschinen, lautes Aufschlagen der Hämmer und viel Kraft – der Aufbau des 659. St. Veiter Wiesenmarktes ist voll im Gange. Am 24. September geht es los. Doch bevor die fünfte Jahreszeit startet, muss noch fleißig aufgebaut werden.

Schon beinahe fertig ist der "Kadöllawirt". Vor der Hütte ein kleiner, süßer Wachhund namens "Buddy", der sich in kurzen Pausen ein paar Streicheleinheiten abholt. "Seit einer Woche bauen wir schon auf. Morgen, Donnerstag, sind wir fertig. Dann müssen wir noch ein paar Kleinigkeiten erledigen", erklärt Sabrina Pappler vom Kadöllawirt. 42 Leute haben dann in der Hütte Platz. Sieben Personen werden sich um das Wohl der Gäste sorgen. "Wir haben dann ein doppeltes Spiel. Das Gasthaus bleibt während dem Wiesenmarkt geöffnet. Um die Gäste in Kadöll wird sich meine Mama kümmern."

Mit 1000 Quadratmetern ist das St. Veiter Festzelt das größte Zelt am Rennbahngelände. 1500 Leute finden hier Platz. Im Hintergrund wird eine Profi-Küche mit Waschstraße aufgebaut. Lustig: Wirt Walter Motschiunig hat eine echte, ausrangierte Ski-Gondel als perfektes Lager für die Spirituosen und Café-Utensillien aufgestellt. "Wir verlegen 4000 Laufmeter Kabel – allein das ist schon eine Herausforderung", lacht er. Mit Sohn Alexander Motschiunig montiert er die Lampen. Insgesamt hat er acht Leute, die eine Woche lang mit anpacken. "Aber beschäftigt sind wir mit dem Wiesenmarkt im Hintergrund einen Monat davor und auch noch einen Monat danach. Vieles organisiert aber auch meine Tochter Melanie", sagt er.

Walter und Alexander Motschiunig haben noch viel Arbeit im St. Veiter Festzelt
Walter und Alexander Motschiunig haben noch viel Arbeit im St. Veiter Festzelt
© Wilfried Gebeneter

Im Hirter-Zelt bekommt man Einblick auf den Unterbau der Zelte. Mit Wasserwaagen und Holzblöcken wird der Wiesenboden perfekt ausgeglichen. "Damit nichts aus dem abgestellten Glas rinnt", lacht Reinhold Prüger vom Hirter-Aufbauteam. Der Bierhahn ist zwar noch nicht angeschlossen, aber, wie es sich gehört, ist für ein Feierabendbier schon gesorgt. Aber erst wird noch gearbeitet – "da liegt noch ein bisserl was vor uns", versichert Prüger.

Für das Feierabendbier ist bei Hirter gesorgt, lacht Reinhold Prüger
© Gebeneter

Aufbau 659. St. Veiter Wiesenmarkt

Ein paar Meter weiter werden dicke Holzpflöcke von acht starken Männern hin und her getragen. Die Aufbauarbeiten von "Taupes Genusswiesn" sind voll im Gange. "Für die Hütte brauchen wir zwei Tage. Bis wir die ganze Inneneinrichtung fertig haben, brauchen wir eine Woche", sagt Dietmar Hoi. "Sollte Regen kommen, werden wir trotzdem aufbauen, die Hütte muss stehen." Unter dem Boden müssen noch Leitungen und Rohre verlegt werden. An zehn Tagen Wiesenmarkt werden bei "Taupes Genusswiesn" 25 Leute im Einsatz sein. "Als Ausgleich zum Büroalltag", hat sich Architekt Robert Ruhdorfer sogar drei Wochen Urlaub genommen.

Robert Ruhdorfer und Dietmar Hoi haben mit dem Aufbau der Hütte schon begonnen
Robert Ruhdorfer und Dietmar Hoi haben mit dem Aufbau der Hütte schon begonnen
© Wilfried Gebeneter
Bevor es losgeht müssen noch einige Rohre verlegt werden
Bevor es losgeht, müssen noch einige Rohre verlegt werden
© Wilfried Gebeneter

Den Verteilerkasten hat Kelag-Zählermonteur Gernot Wolte voll im Griff. "Sicherheitstechnisch muss alles passen – tut's auch", lacht er. Und er verrät: Bei einem Blackout gibt es Notstromaggregate für die öffentliche Beleuchtung und die Fluchttüren zum Fußballplatz und vom Gelände öffnen sich automatisch. "In 42 Jahren bei der Kelag auf der Wiesen habe ich aber noch keinen so großen Stromausfall erlebt", sagt er.

Kelag-Zählermonteur Gernot Wolte hat alles im Griff
Kelag-Zählermonteur Gernot Wolte hat alles im Griff
© Wilfried Gebeneter

Nicht weit entfernt, steht schon der "Grillstadl". "Die Hütte ist wind- und wetterfest. Drei Wochen brauchen wir insgesamt für den kompletten Aufbau", erklärt Heribert Weiß. Das Personal besteht aus 18 Leuten, die sich auf den rund 100 Quadratmetern um die Gäste kümmern werden. Seit vier Jahren sind Weiß und sein Team auf dem Platz neben dem Trommlerkorps.

Heribert Weiß im Grillstadl: "Wir sind schon wetterunabhängig"
Heribert Weiß im Grillstadl: "Wir sind schon wetterunabhängig"
© Wilfried Gebeneter
Serviert wird dann so einiges – nur der "Kabelsalat" ist weg, wenn die ersten Gäste kommen
© Gebeneter

Vor der Tür hat man eine "Stein-Wetterstation" eingerichtet. "Die passt immer: Wenn es regnet, ist der Stein nass, wenn nicht, ist der Stein trocken", lacht der Unternehmer, der sich schon sehr auf den Wiesenmarkt freut.

Wetterstation
© Gebeneter

Ihre Nachbarn, das Kärntner Trommlerkorps, sind schon beinahe fertig. "Mit dem Aufbau haben wir schon Anfang September begonnen. Wir haben zurzeit etwas Stress, wir fliegen nämlich am Donnerstag nach Portsmouth zur SIRD, ein Symposium von der The Society of International Rudimental Drummers", am Montag sollten die Trommler wieder zurück sein, dann wird das Zelt fertig eingeräumt und die Getränke eingekühlt.

Die Aufbauarbeiten im Trommler sind beinahe abgeschlossen
Die Aufbauarbeiten im Trommler sind beinahe abgeschlossen
© Wilfried Gebeneter

Es ist zwar schon sehr viel erledigt, aber auch noch viel zu tun. Bevor am Samstag, 24. September, der 659. St. Veiter Wiesenmarkt feierlich eröffnet wird.