Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Corona in Kärnten und OsttirolWeitere Grenzübergänge werden gesperrt

++ Zahl der Infizierten in Kärnten auf 245, in Osttirol auf 87 gestiegen ++ Acht Kärntner Corona-Patienten sind genesen ++ Quarantäne beendet: Urlauber bedanken sich bei Menschen in Heiligenblut ++ Alle Entwicklungen des Tages aus Kärnten und Osttirol lesen Sie hier live.

Der Grenzübergang Grablach/Holmec wird ab Mittwoch für den gesamten Verkehr geschlossen
Der Grenzübergang Grablach/Holmec wird ab Mittwoch für den gesamten Verkehr geschlossen © Tamina Katz
 

Die zweite Woche mit den strikten Beschränkungen wegen der Corona-Krise ist zu Ende. 8733 bestätigte Coronafälle (Stand Sonntag, 15.45 Uhr) gibt es laut Gesundheitsministerium mittlerweile in Österreich. In Kärnten sind es 245, zwei Todesfälle sind zu beklagen. Neun Kärntner werden intensivmedizinisch betreut. 87 positiv Getestete gibt es derzeit in Osttirol. Wir halten Sie den ganzen Tag lang über das Geschehen in Kärnten und Osttirol auf dem Laufenden.

Die Ereignisse im Live-Ticker 

Grenzübergänge werden gesperrt

Das Innenministerium plant, ab 1. April die Grenzübergänge in Grablach und am Wurzenpass bis auf Widerruf komplett zu sperren. Jener am Loibl soll dann für Ein- und Ausreisende nur noch von 5 bis 21 Uhr geöffnet bleiben. Die Polizei Kärnten bestätigt diese Pläne, wartet aber noch auf die entsprechende Verordnung des Ministeriums.

Die Menschen im Hintergrund

Sie sind Systemerhalter und Heldinnen im Hintergrund: Ob die Kassierin oder die Reinigungskraft – viele Berufsgruppen, die bisher nur wenig beachtet wurden, bekommen nun erstmals die Anerkennung, die sie verdienen. Daher lassen wir einige von ihnen stellvertretend zu Wort kommen.

Härtefälle: viele fallen durch

Ansturm auf 1000-Euro-Sofortförderung aus dem Härtefallfonds für Kleinstunternehmer. Österreichweit fallen 6000 bei Kriterien durch. Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl fordert eine Nachbesserung.

Friaul bittet um Hilfe

Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien bittet um Hilfe bei der Anschaffung von Schutzmaterial für ihre im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eingesetzten Sanitäter. Der friaulische Präsident Massimiliano Fedriga bat die Botschaften von China, USA, Israel und Russland um Hilfe bei der Knüpfung von Kontakten zu Unternehmen, die Friaul mit Schutzmaterial beliefern könnten. Benötigt werden Schutzmäntel für Ärzte sowie Atemschutzmasken und Beatmungsgeräte.

Der Städtevergleich

Mit 1101 Betroffenen (Stand 16 Uhr) hat laut Gesundheitsministerium die Stadt Wien im Vergleich der Landeshauptstädte die meisten Infektionen zu verzeichnen. Es folgen Innsbruck (285), Graz (215) Linz (186 Betroffene), Bregenz mit Umgebung (139 Betroffene), Salzburg (101), Klagenfurt (45), St. Pölten (47) und Eisenstadt (10).

Keine Neuinfektionen im Pflegeheim

Aus dem Pflegeheim Lienz gab es am Sonntag eine positive Meldung: Nachdem dort elf Pensionisten positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, fiel der Befund bei jenen weiteren 18 Heimbewohnern, die gemeinsam mit den Betroffenen auf einer Station lebten, negativ aus. „Das ist ein gutes Zeichen. Aber zur Sicherheit haben wir noch einen zweiten Abstrich gemacht“, sagt Heimleiter Franz Webhofer.

Acht Kärntner sind genesen

Die Zahl der Infizierten in Kärnten ist auf 239, in Osttirol auf 87 gestiegen. Acht erkrankte Personen in dem Bundesland gelten mittlerweile als genesen, teilte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Sonntag nach der Koordinationssitzung mit.

Spargelbauern bangen um Erntehelfer

Die Spargelsaison steht kurz bevor. Die Spargelbauern im Lavanttal sorgen sich in der Corona-Krise um Facharbeiter. Sie sind aber auch innovativ bei ihren Überlegungen, wie man Spargel an die Kunden bringt.

Rotes Kreuz sucht Mitarbeiter

Die Blaulichtorganisationen arbeiten in Zeiten der Corona-Krise am Limit. Das Rote Kreuz Kärnten startet nun einen Aufruf und sucht nach Mitarbeiter. Infos: Rotes Kreuz, Landesverband Kärnten, Grete Bittner Straße 9, 9020 Klagenfurt; office@k.roteskreuz.at

1623 Abweisungen an den Grenzen

Seit Einführung der Grenzkontrollen hat es an den Übergängen zu Slowenien und Italien von den Behörden in Kärnten 1623 Abweisungen gegeben. 673 Personen wurde das Passieren der Grenze gestattet, diese mussten sich in der Folge jedoch in Heimquarantäne begeben. Diese Zahlen gab das Land am Sonntag bekannt.

Detailierte Zahlen von den Kontrollen am Samstag:

Ausreise Arnoldstein: 201 Pkw, 750 Lkw.
Einreise Arnoldstein: 246 Pkw, 994 Lkw.
Ausreise Karawankentunnel: 386 Pkw, 482 Lkw.
Einreise Karawankentunnel: 360 Pkw, 261 Lkw.

Pflegekräfte könnten eingeflogen werden

Weil viele Pflegekräfte aus Osteuropa, die in der 24-Stunden-Pflege eingesetzt werden, derzeit nicht nach Österreich kommen, suchen die Bundesländer nach Lösungen. Niederösterreich hat, um einen drohenden Engpass zu verhindern, Pflegekräfte aus osteuropäischen Ländern eingeflogen. Diese müssen sich jetzt in eine zweiwöchige Quarantäne begeben, um dann zur Verfügung stehen. Wie das Land am Sonntag bekannt gab, prüft man nun auch für Kärnten diese Option.

Abreise aus Heiligenblut lief ruhig ab

Gäste und Einheimische haben die Corona-Quarantäne in Heiligenblut gesund überstanden. Die Abreise nach 14 Tagen „Zwangsurlaub“ ging ruhig vonstatten, wie sich bei unserem Lokalaugenschein zeigte. Auch wenn die Freude heimzukommen groß war, war von einer schnellen „Flucht“ aus dem Ort nichts zu merken. 

Urlauber sind froh, nach Hause zu dürfen

Jene 88 österreichischen Touristen, die seit 15. März in Heiligenblut in Quarantäne waren, durften mittlerweile den Ort wieder verlassen. "Wir wären lieber nach Hause gefahren", sagt Urlauber Siegfried Poth aus Pasching. Dennoch sei man den Menschen hier dankbar für ihrer stets freundliche Art: "Ein wunderbarer Ort." Auch Brigitte Eberhard aus Liebenfels ist mittlerweile wieder daheim. Auch sie möchte sich beim Personal vom Hotel Heiligenblut bedanken, das trotz der ungewissen Situation immer "sehr bemüht und freundlich war".

Nach 14 Tagen Quarantäne: Urlauber dürfen aus Heiligenblut abreisen

+

223 Corona-Fälle in Kärnten

Laut dem Land Kärnten gibt es mit heute, Sonntag in Kärnten 223 bestätigte Coronavirus-Fälle. Bisher starben hier zwei Menschen an der Lungenkrankheit Covid 19. 22 Menschen befinden sich derzeit im Krankenhaus, neun davon auf der Intesivstation.

Polizei beendet Gottesdienst

Fünf Personen einer nicht näher genannten Glaubensgemeinschaft wollten heute, Sonntag, in Villach ihren Gottesdienst abhalten. Noch vor dem Beginn wurden die Teilnehmer aber von der Polizei nach Hause geschickt. Anzeigen gab es in diesem Fall keine.

Zahl der infizierten in Osttirol wieder gestiegen

Im Bezirk Lienz gibt es mittlerweile 87 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das sind um sechs Fälle mehr als am Samstag. Keine weiteren Fälle sind glücklicherweise im Pflegeheim Lienz dazugekommen. Dort wurden elf Pensionisten positiv getestet. Ihr Zustand ist unverändert, die Symptome seien lediglich leicht.

Kärntner Steirer und Wiener sitzen in Belgrad fest

Laut einem Bericht des ORF sitzen derzeit 27 Österreicher in Belgrad fest. Das Außenministerium hatte ein Busunternehmen beauftragt, die Menschen zurückzuholen. Doch weil sich die Firma die Quarantäne für ihrer Fahrer nicht leisten kann, scheiterte die Rückholung. Die Lage in der serbischen Hauptstadt sei prekär.

Langjähriger Kärntner Pfarrer an Covid-19 gestorben

Der ehemalige Pfarrer von Saak und St. Paul an der Gail, Anton Matzneller, ist am Samstag in seiner Südtiroler Heimat in einem Pflegeheim in Montan im 87. Lebensjahr an Covid-19 verstorben. Diözesanbischof Josef Marketz gedenkt des Verstorbenen im Gebet und wird das Requiem zu einem späteren Zeitpunkt feiern.

Nicht an Quarantäne gehalten: Staatsanwaltschaft ermittelt

Das Coronavirus und seine Folgen beschäftigen nun auch die Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Derzeit wird wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten gegen drei noch unbekannte Täter ermittelt. Sie sollen sich nicht an die Heimquarantäne gehalten haben. Der Strafrahmen beträgt bis zu drei Jahre Haft.

Diözese hilft notleidenden Kärntnern

Die österreichische Bischofskonferenz hat eine Million Euro für den Corona-Nothilfefonds der Caritas zur Verfügung gestellt. Das Geld kommt von den Diözesen und wird regional an Notleidende ausbezahlt. Menschen, wie Mindestpensionisten, Wohnungslose, Alleinerzieher oder Arbeitslose seien in der Krise besonders unter Druck, sagen der Kärntner Bischof Josef Marketz und Caritas-Direktor Ernst Sandriesser. Diesen Menschen wollen sie mit dem Geld helfen. Gleichzeitig hofft man, durch die Hilfe auch Nachahmer auf den Plan zu rufen.

Urlauber dürfen Heiligenblut verlassen

Heute, Sonntag, dürfen jene 88 Urlauber und rund 50 Beschäftigten, die seit 15. März in Heiligenblut unter Quarantäne standen, den Ort wieder verlassen. Die österreichischen Gäste, die teils nur für einen Kurzurlaub gekommen waren, mussten im Ort bleiben und wurden weiter in Hotels, Pensionen und Frühstückspensionen untergebracht. Seither wurden in der Gemeinde keine neuen Erkrankungen mehr gemeldet.

Deutlich mehr Schwerkranke auf Psychiatrie

In der aktuellen Coronakrise leiden viele Kärntner unter Ängsten um die eigene Gesundheit oder jene von Angehörigen, aber auch um die eigene Autonomie. Auf der Psychiatrie im LKH Villach müssen nun deutlich mehr Schwerkranke behandelt werden, erklärt Primaria Christa Rados im Interview mit der Kleinen Zeitung. Sie zeigt aber auch auf, wie man sich in der aktuellen Situation mit Ängsten umgeht oder Gewalt in der Familie vorbeugen kann.

UKH-Mitarbeiter infiziert

Das UKH Klagenfurt bestätigte Kleine-Zeitung-Informationen, wonach zahlreiche Mitarbeiter erkrankt sind, nennt aber keine Details. „Es gibt ein paar Infektionen“, sagt Pressesprecherin Sonja Rosenberger. Elf Pensionisten wurden im Pflegeheim Lienz positiv getestet.

Was hat geöffnet?

Geschäfte & Co.

Was alles offen bleibt:

  • Lebensmittelgeschäfte, Supermärkte, Greißler, Bäckereien, Fleischhauer
  • Drogerien
  • Apotheken
  • Geschäfte, die medizinische Produkte und Heilbehelfe anbieten
  • Gesundheits- und Pflegedienste
  • Verkaufsstellen von Tierfutter
  • Agrarhandel
  • Tankstellen
  • Sicherheits- und Notfallprodukte sowie Wartung
  • Banken
  • Post und Telekommunikation
  • Lieferdienste (Amazon, DHL & Co)
  • Handyshops
  • Reinigung/Hygiene
  • Öffentlicher Verkehr
  • Trafiken und Zeitungskioske
  • Wartung kritischer Infrastruktur
  • Notfall-Dienstleistungen

Was generell geschlossen wird (bzw. bereits geschlossen ist):

  • Schuh- und Textilgeschäfte
  • Buchhandel
  • Elektrogeschäfte
  • Sportartikelhändler
  • Baumärkte
  • Friseure
  • Fußpflege
  • Fitnessstudios
  • Opernhäuser, Theater, Museen
  • die meisten Kinos
  • Universitäten und Hochschulen
  • Büchereien und Bibliotheken
  • Schulen (gestaffelt)

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

joschi41
6
14
Lesenswert?

I am from Austria

De hohe Zeit ist jetzt vorüber
Vom Wohlstand bleibt wenig über.
Das Virus tückisch wie still
Da kann ma` machen was ma`will.

solder
5
28
Lesenswert?

wenn nach 2 wochen der wohlstand weg ist

dann sind wir schwächer als die generationen vor uns, bzw. unsere führung.

lucie24
15
1
Lesenswert?

2 Wochen

Wenn es nur bei den 2 Wochen bleiben würde. Jeder Tag der jetzt noch vergeht ist eine Katastrophe

mejer
0
25
Lesenswert?

Wirtschaft in Coronazeiten.

Ich glaube nicht, dass die Wirtschaft nach zwei Wochen Stillstand schon dermaßen am Ende wäre, dass sie in die Pleite rutschen würden. Wenn das so stimmen würde, dann hätten Viele auch ohne dieses Virus keine Überlebenschance gehabt.