Mit einer für ihre Zeit bemerkenswerten Frau hat sich Gertrud Grilz-Seger beschäftigt. Auf den Fall der Ursula Maurerin war die gebürtige Arnoldsteinerin mit Wohnsitzen in Wien und Kärnten im Hofgerichtsprotokoll des Klosters Arnoldstein gestoßen, das sich im Landesarchiv befindet. 1638 wurde die Bäuerin, die des Schadenszaubers bezichtigt worden war, angeklagt. Dieser Fall fand einen unerwarteten Ausgang. Sie pochte ihrerseits auf einen Prozess gegen ihren Ankläger. "Die Maurerin sah sich stark als Rechtsobjekt", sagt die Kärntnerin, die die Maurerin als "selbstbewusst und selbstsicher" beschreibt.
Gefoltert und ausgegrenzt
Wie eine Bäuerin erfolgreich gegen einen Abt prozessierte
Eine Arnoldsteinerin wurde im 17. Jahrhundert ungerechtfertigt der Zauberei bezichtigt und verurteilt. Doch die Maurerin begehrte auf und strebte ihrerseits einen Prozess an. Mit Erfolg.
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