Pilze schießen derzeit aus den Waldböden. In Kärnten macht die Pilzverordnung im Naturschutzgesetz aber Sammlern einen Strich durch die Rechnung. Die beliebtesten und bekanntesten Vertreter, der Steinpilz und das Eierschwammerl, dürfen nur vom 15. Juni bis 30. September gesammelt werden. Völlig verzichten auf wildwachsende Pilze müssen Kärntner deshalb nicht, sagt Expertin Evelin Delev: "Es gibt neben dem bekannten Parasol viele andere köstliche Alternativen, die ein würdiger Ersatz für Steinpilz und Eierschwammerl sind und die ganzjährig gesammelt werden dürfen."

Die Alternativen

Für Delev können der Maronenröhrling, die Espenrotkappe, der Goldröhrling und der Flockenstielige Hexenröhrling den Steinpilz am Speiseteller ersetzen. Der Trompetenpfifferling muss sich nicht vor dem Eierschwammerl verstecken und natürlich gehört der Parasol, der ganzjährig gesammelt werden darf, in den Pilzkorb. Vom Spätherbst bis ins Frühjahr bietet sich auch der Samtfußrübling im winterlichen Speiseplan an. In der Bildergalerie erklärt die Pilzexpertin, wo die Pilze zu finden sind, ihre Merkmale und mit welchen Artgenossen man sie verwechseln kann.

Naturschutz

Auch bei diesen Pilzen müssen die Vorschriften zum Naturschutz beachtet werden: Erlaubt ist das Sammeln für den Eigengebrauch in der Zeit von 7 bis 18 Uhr. Täglich dürfen pro Person nicht mehr als zwei Kilogramm der oberirdischen Fruchtkörper gepflückt werden und das unterirdische Wurzelwerk, das Myzel, darf dabei nicht beschädigt werden.