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Die Diskussion als Stream„Habe Sorge vor einem Wind-Industriepark“

Bekommt Kärnten in den nächsten Jahren gut drei Dutzend zusätzliche Windräder? Die Kleine Zeitung-Diskussion zum Aufreger auf den Kärntner Bergen.

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Seit der Windpark Bärofen auf der Koralpe in erster Instanz genehmigt wurde, wird die Windenergie wieder heftig diskutiert.  Man habe Hausaufgaben zu erledigen und einen Strommix zu erzielen, wie ihn das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz vorsehe. Daher müsse man über Windräder sprechen, das stellte Energiereferentin Sara Schaar (SPÖ) zu Beginn der Kleine-Zeitung-Diskussion über geplante 60 Windräder auf den Kärntner Bergen fest. Mit ihr diskutierten Christa Hintermann von der Bürgerbewegung „Kärntner Berge ohne Windräder“, Erich Auer vom Naturschutzbeirat, Bernd Neuner von der Kelag und Johann Janker von Ecowind, jenem Unternehmen, das am Bärofen auf der Koralpe einen – in erster Instanz genehmigten – Windpark bauen will. Dass Windenergie die schonendste Form der Energiegewinnung sei, betonte Janker. „Die landschaftliche Veränderung bei Wasserkraft ist weit größer“, argumentierte er.

Kommentare (19)
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gericom7
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Verhöhnung

Die Bewahrung und der Schutz der Natur stehen in der Landesverfassung. Gilt dies für Energieindustriealagen auf unberührten Bergrücken nicht ? Müssen für sog. "Ökostrom" sensible Ökosysteme inwiderruflich zerstört weden ? Dauerarbeitsplätze ein Märchen, die Profite fliesen nach Bayern, die Zeche mittels erhöhten Ökostrombeitrag zahlen eir Kärntner. Kurz gesagt, eine Verhöhnung aller Kärntner......

wjs13
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Bitte ohne Voreingenommenheit lesen

https://www.nzz.ch/meinung/atomstrom-ist-nachhaltig-und-umweltfreundlich-ld.1611728?mktcid=nled&mktcval=175&kid=nl175_2021-5-12&ga=1&trco=

War zum Zeitpunkt der Abstimmung gegen IBM Zwentendorf, die eigentlich eine gegen Kreisky war,in Südkorea und mußte mich von den Koreanern verhöhnen lassen. Jahrzehnte war ich sehr zufrieden mit dem Abstimmungsergebnis.
Heute sehe ich es differenzierter. Tschernobyl (uralte Sowjettechnologie) und Fukushima (falscher Ort wo täglich mit Tsunamis zu rechnen ist) sprechen sicher nicht gegen Atomkraft. Merkels panischer Atomausstieg spricht nicht gerade für eine Physikerin.
Angesichts der Problematik der naturabhängigen, instabilen Ökostromerzeugung, noch dazu weit weg vom Verbraucher und der Landschaftszerstörung durch die Windräder ist Atomstrom durchaus auch bei uns eine Option.

permanentmarker
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Merkels panischer Atomausstieg

spricht nicht gerade für eine Physikerin. Diesen Satz unterschreibe ich voll und ganz. Genau das und deine Begründung habe ich auch empfunden.
Noch dazu haben die schlauen Japaner die Notstromagregate auf auf
Meeresniveau gebaut und somit sind sie leider unbrauchbar gewesen.
Aber in D war wohl wieder mal die Massenhypnose ,angeheizt d. div. grüne
Medien ausschlaggebend , das man ohne Grund -quasi über Nacht ,wichtige,
auch durchaus moderne KW abwrackt . Das erinnert an die Zeit als die
deutschen Güterzugweise 3-4 Jahre alte PkW´s der Schrottpresse zuführten,
weil die Abgase im Mü-Bereich über der Norm lagen (Euro5 und so)
und ihnen eine Abwrackpämie in Ausicht gestellt wurde.
Man kann sie manchmal fast nicht verstehen...

wjs13
4
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Wieso darf uns der KELAG-Mann Märchen erzählen

Kurz Googeln:
Wird die Jahresarbeit auf die Windenergieanlagen-Nennleistung bezogen, so erhält man die Kenngröße Vollaststunden. Im oben berechneten Beispiel der 600 kW-Anlage erfordert eine angenommene Amortisationszeit von zehn Jahren eine jährliche Vollaststundenzahl von rund 2.100 Stunden (300 kW-Anlage: 2200 h).

In Kärnten 1/4 der Zeit Vollast fahren damit sich das Windrad in 10 Jahren amortisiert? So wie bei uns der Wind weht ist die Windstärke bei uns vielleicht an 10 Tagen im Jahr ausreichend und dann wird wegen Überlast abgeschaltet, weil alles anderen auch auf Vollast laufen.

dude
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Die Frau Landesrätin hat ja gar nicht so schlecht geredet...

... und hat auch durchaus nachvollziehbar argumentiert. Woran ich mich stoße ist dieses dogmatische Festhalten am "Energiemix" für jedes Bundesland und dass sie darin ihre Hausaufgabe sieht, an diesem Festhalten einer vorgegebenen "Windenergie-Quote" für jedes Bundesland. Auch wenn es völlig ineffizient ist, in einer windarmen Gegend, Windparks zu errichten. Das wäre so, wie wenn das Burgenland zur Vervollständigung seines Energie-Mixes ein Pumpspeicherwerk errichtet.

Pablo63
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Weil ein Pumpspeicherkraftwerk keine Primärenergiequelle ist

und Wind, Wasser und Photovoltaik als Primärenergie durchaus über eine große Fläche verteilt werden müssen um regionale Schwankungen gut ausgleichen zu können. Hier kommen das wieder Pumpspeicherkraftwerke ins Spiel die ja bekanntlich mit der Gravitation arbeiten und im Burgenland daher bestenfalls im Rosaliengebirge realisiert werden könnten. In welchen Windarmen Gegenden werden Windparks errichtet?

GordonKelz
24
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WINDRÄDER SOLLTEN IN DER LANDSCHAFT..

..dazu gehören wie Almhütten, windschiefe Zäune, Unterstände für das Vieh ,Almwege und Aufstiege...ein Zeichen, dass das
Umweltbewusstsein und die Wirtschaft nebeneinander existieren können!
Wo soll die Energie herkommen, wenn die
ATOMKRAFTWERKE wohl zu recht abgeleht werden?
Gordon Kelz

wjs13
7
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Wenn die Kärntner Landschaft zu Grabe getragen wird,

werden Sie sich dann wieder über die Begräbnisgebühren erregen?
Die Politik ermöglicht einer Deutschen Firma für das Kassieren der horrenden österreichischen Förderungen, und nur um die geht es, denn bei uns wird nicht plötzlich der Wind wehen anfangen (die "Effizienz" der steirischen Riesenfloder wird uns bewußt verschwiegen), die Kärntner Umwelt zu zerstören.

GordonKelz
11
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Habe mich noch nie über....

..Begräbnisgebühren erregt!
Aber solche unqualifizierten Auswüchse bin ich gewohnt! Wenn ich etwas nicht verstehe,
dann frage ich....auch ein guter Rat für SIE !
Gordon

dude
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24
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Bitte baut Windkraftwerke dort, wo Wind weht!

Das ist in unseren Kärntner Berggegenden definitiv nicht der Fall! Wir in Kärnten sind mit Wasser und Bergen gesegnet! Eine bessere Energiequelle wird man hierzulande nicht finden! Und wenn man das Speicherkraftwerk zu einem Pump-Speicherkraftwerk ausbaut, ist es der Gipfel an Energieeffizienz. Wir haben großartige und bestens funktionierende Beispiele in Kärnten: Der Soboth-Speicher, das uralte, denkmalgeschützte und noch immer energiebringende Forstseekraftwerk und nicht zu vergessen, die Pumpspeichergruppe in der Fragant! In vielen Fällen werden die Speicherseen auch zu beliebten Freizeit- und Naherholungsgebieten!
Man muss wirklich nicht jeden Schmarren kopieren!
In windreichen Gebieten funktioniert es durchaus, aber ohne massive Förderungen bei uns sicher nicht!
In der Kvarner Bucht oder im Limsky-Kanal wird auch kein Gezeitenkraftwerk errichtet. In St. Malo in der Normandie mit 12 m Gezeitenunterschied sehr wohl!
Bitte alles an seinem Ort!

Bond
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Heimatschutz

Wenn Lh Kaiser nichts gegen diese Entwicklung tut, wird er (oder seine Partei) die Zeche dafür zahlen. Bisher wird die Bevölkerung nur hinters Licht geführt. Die leitenden Beamten tricksen und biegen jede Umweltverträglichkeitsprüfung auf das gewünschte Resultat hin. Dr. Kreiner hat schon bei der UVP zum Dampfkraftwerk bewiesen, daß er ein Meister darin ist, zum politisch gewollten Resultat zu gelangen.
Aber Peter Kaiser und die SPÖ werden die Rechnung dafür bekommen, Kärnten verschandelt zu haben. Die Tiroler sind wesentlich cleverer. Seilbahnen ja, aber keine weithin sichtbare Windräder auf den Bergrücken, die hundert Kilometer weit das Landschaftsbild prägen.
Windräder zu verhindern wäre einmal ein sinnvoller Heimatschutz, Herr Landeshauptmann. Ohne dieses sattsam bekannte nationalistische Getue.

MG1977
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Umweltschutz ist ja recht und schön

Aber bitte nicht auf den Naturschutz vergessen!

silwerner
1
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Hype

Leider hat man beim Wörthersee den Artikel 7 bei der Verschandelung der Landschaft nicht als Trumpf gezogen, Vieles ist leider sehr heuchlerisch, wenns einen selbst betrifft, - woanders fehlt die Empatie

permanentmarker
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über den Wasserreichtum

den wir haben beneiden uns viele Länder . Warum müssen wir uns gerade
hier auch von der Windradln-Hipe mit allen ihren Nachteilen anstecken lassen?
Ein oder 2 -bestens in die Landschaft integrierte Wasserkraftwerke könnten
locker eine konstante - wichtige - Grundlast liefern, die nicht schwankend ist und
unzählige Windmühlen ersetzt .
Mit zunehmendem Einsatz der Photovoltaik wird es umso wichtiger ein konstantes Netz zur Verfügung zu haben. Für die reinen Alpenländer sollten Windräder in unangenehm gehäufter Form verboten werden , wir brauchen sie nicht , genausowenig wie überteuerte ,uneffiziente Hybrid -Autos ,die einzig allein bei den Großmobil-Erzeuger als Alibi-Quotenbringer für die Flottendurchmischung gedacht sind, als Energiesparer sind sie ja ein schlechter Scherz.
Wir werden es uns sehr genau überlegen müssen, welche Krot wir schlucken sollten,
entweder alle schönen Bergrücken mit diesen "Flodern" nachhaltig verschandeln oder Wasser-Kraftwerke zu errichten welche zwar auch einen örtlich begrenzten Natureingriff darstellen , aber den man wie schon vielfach bewiesen sehr gut zum Teil kompensieren kann.

MG1977
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Verhindern!

Bitte verhindert diese ineffizienten Förderunggsfresser.

ANDEHAHE
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Stahlmonster

Könnte mir denken, dass Betreiber Firmen dann in Konkurs gehen und der Grundeigentümer hat ein rostiges Stahlmonsterdenkmal, dass er dann entsorgen darf.... Die Förderung hat natürlich der Betreiber eingesackt...

mheimgartner
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Die Rotoren

bestehen aus Glasfaserkunststoff und werden zu Sondermüll da sie nicht verbrannt werden können. Es gibt keine Deponien dafür in Österreich. Auch die Afrikaner und Asiaten werden nicht jeden Dreck von uns annehmen, wie der Fall der zurück geschickten Kunststoffe zeigt.

wjs13
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Das ist noch nicht alles

denn meines Wissens steht in keinem Vertrag, dass der Betreiber den allfälligen Abbau, Rückbau von Fundament und Schwerlaststraße auf den Berg und die Entsorgung übernehmen muß. Wie schon bei den Atomkraftwerken dürfen diese extremen Kosten wieder die Steuerzahler tragen.

mheimgartner
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Windenergieförderung

Was passiert eigentlich nach dem Ende der Förderung der Einspeisetarife, 13 Jahre nach Inbetriebnahme?
Wird sich dann der Betreiber die laufenden Wartungs- und Instandsetzungskosten weiter leisten wollen, oder haben wir dann Industrieruinen zum Anschauen auf der Alm?