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Umkämpfte NaturAuf den Kärntner Bergen sollen mehr als 60 Windräder gebaut werden

Energieziel des Landes könnte damit fast um das Doppelte übertroffen werden. Heftiger Widerstand von Naturanwälten und Bürgerinitiativen

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Windkraft Koralpe
Die Koralpe steht im Zentrum der Begehrlichkeiten. Auf der steirischen Seite hat das Windkraft-Zeitalter bereits begonnen © Robert Lenhard
 

„Der Bedarf an elektrischer Energie wird in den nächsten Jahren steigen“. Diese ernüchternde generelle Botschaft, die den österreichischen Energiezielen bis 2030 diametral entgegensteht, kommt aus dem Büro von Kärntens Umweltreferentin Sara Schaar (SPÖ). Digitalisierung aber auch E-Mobilität sind diesbezüglich wesentliche Treiber.

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illyespresso
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Scheinheiligkeit hoch3

Windräder verhindern, die verschandeln ja die Gegend, aber Chalets für die Milionär:innen errichten auf jedem noch so einsamen Hügel, das geht. Da sind mir die Windräder lieber, die wenigstens etwas für uns machen.

Don Papa
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@illy

Beides ein No-Go

dude
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Ich finde die Chalet-Dörfer auf unseren Almen genau so unpassend...

... wie die Windräder, lieber illiespresso! Ich bin auch überzeugt davon, dass dieselben Menschen, die gegen die Chalet-Dörfer ankämpfen, auch gegen die Windräder ankämpfen. Ich befürchte aber, dass dieser Kampf leider ein Kampf gegen Windmühlen sein wird, denn die Politiker und Beamten, die die Chaletdörfer gegen den Willen der Bevölkerung genehmigen, werden auch die Windräder gegen den Willen der Bevölkerung genehmigen!
Traurig, aber keine Scheinheiligkeit von irgendjemandem!

illyespresso
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stimmt auch

Nur bei dem Windrädern wird viel geschrieben, Scheinheiligkeit unterstellte ich nicht den kritischen Geistern.

Bond
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Heimatschutz

Wenn Lh Kaiser nichts gegen diese Entwicklung tut, wird er (oder seine Partei) die Zeche dafür zahlen. Bisher wird die Bevölkerung nur hinters Licht geführt. Die leitenden Beamten tricksen und biegen jede Umweltverträglichkeitsprüfung auf das gewünschte Resultat hin. Dr. Kreiner hat schon bei der UVP zum Dampfkraftwerk bewiesen, daß er ein Meister darin ist, zum politisch gewollten Resultat zu gelangen.
Aber Peter Kaiser und die SPÖ werden die Rechnung dafür bekommen, Kärnten verschandelt zu haben. Die Tiroler sind wesentlich cleverer. Seilbahnen ja, aber keine weithin sichtbare Windräder auf den Bergrücken, die hundert Kilometer weit das Landschaftsbild prägen.
Windräder zu verhindern wäre einmal ein sinnvoller Heimatschutz, Herr Landeshauptmann. Ohne dieses sattsam bekannte nationalistische Getue.

permanentmarker
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Warum müssen

wir uns , die mit sehr vielen Fließgewässern gesegnet sind ,
auch von der Windradln-Hipe mit allen bekannten Nachteilen überrollen lassen?

Ein oder zwei in die Landschaft integrierte mittelgroße ,oder
mehrere kleinere Wasserkraftwerke könnten locker eine konstante - wichtige - Grundlast liefern, die nicht schwankend ist und die geplanten , unpassenden Windmühlen ersetzen um den erhöhten zukünftigen Bedarf abzudecken.
Mit zunehmendem Einsatz der Photovoltaik wird es umso wichtiger ein konstantes Netz zur Verfügung zu haben.
Wir werden es uns sehr genau überlegen müssen, welche Krot wir schlucken sollten,
entweder alle schönen Bergrücken mit diesen "Flodern" nachhaltig verschandeln und das große Kapital Naturlandschaft zu zerstückeln ,oder Wasser-Kraftwerke zu errichten welche zwar auch einen örtlich begrenzten Natureingriff darstellen , aber den man wie schon vielfach bewiesen sehr gut kompensieren kann.

Amadeus005
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Wie kommen die Wasserlebewessem dazu, dass bei ihnen Alles anders wird

Wasserkraftwerke wirken sich auch negativ auf die Flora und Fauna aus.

umo10
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Wie kommen wasserlebewesen dazu

den sauren Regen von unseren fossilen verbrennern zu schlucken?

dude
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Da gibt es seit einigen Jahren strenge Umweltauflagen, Amadeus.

Bei Staustufen müssen sog. "Fischleitern" errichtet werden, sodass die Fische die Sperren umschwimmen können. Seitens des Umweltschutzes wird streng kontrolliert, ob diese Auflagen auch eingehalten werden.
Solche "Fischleitern" können sie an einigen Staustufen selbst ansehen!

dude
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Ich kann mich nur wiederholen:

Windenergie JA, ABER nur dort, wo Wind weht. Wo regelmäßig starker Wind weht! Wien Umgebung, östlich davon Richtung Pannonische Ebene, dort fegt regelmäßig starker Wind! Aber die Kärntner Berge sind nicht gerade die bekannten Windregionen!
Die Anlagen rechnen sich nur für den Errichter, der ordentlich Förderungen bezieht. Und für den Betreiber rechnen sie sich auch nur so lange, so lange die Förderungen in großen Mengen fließen. Wenn diese auslaufen, ist's in so windarmen Gegenden garantiert unrentabel.
Diese Bedenken stehen auch oben im Artikel: "Man fragt auch, was mit den Anlagen passiere, sollte der Betrieb unrentabel werden."
Was wird wohl passieren? Die werden auf Generationen hinaus als Industrieruinen stehen bleiben!

umo10
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Jedes Kraftwerk wird effizienter

Ihr könnt nachschauen im Lachtal, Forstsee , Gaulkraftwerk usw

Amadeus005
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Interessanter Aspekt

Man könnte ja finanzielle Rücklagen (einen Teil der Förderungen) verpflichten, die für den Abbau sind, wenn das Windrad für >1 Jahr nicht mehr ins Netz gespeist hat.
Bei Atomkraftwerken wurde das versäumt und nun tragen alle die Kosten …

dude
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Diesen Vorschlag, lieber Amadeus, sollte man bei jeder Baulichkeit...

.... anwenden, die in die grüne Wiese errichtet wird. Eine "Rücklage für den Rückbau nach Stilllegung!" Die Speckgürtel um die Städte und mittlerweilen auch um kleinere Orte sind voll von ehem. Supermärkten, Gartenbaumärkten, Gewerbehallen etc. etc., die aufgelassen wurden und vor sich hingammeln! Oftmals baut derselbe Konzern auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen neuen Markt und der alte steht leer und verkommt.
Es ist eine Schande für eine zivilisierte Gesellschaft, dass Natur, Landschaft und Umwelt so gut wie keinen Wert haben!

future4you
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Elektrischer Klopapierabwickler

Kürzlich in einer Toilette gesehen. Solange solchen Narreteien - und davon gibt es weltweit massenweise - nicht Einhalt geboten wird, werden wir immer mehr Energie benötigen. Auch wenn dieses Gerät im Verbrauch unbedeutend sein mag, es ist ein Beispiel dafür, dass Energie vermeiden und sparen noch lange nicht beim Menschen angekommen sind.

LaPantera69
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Das gibt es auch nur in Kärnten...

...eine „Umweltlandesrätin“, die sich für die irreversible Zerstörung sensibler Fauna und Flora einsetzt.

Hauptmotiv der Errichtung der Windkraftanlagen auf den Almen ist die unermessliche Gier der Grundbesitzer und Anlagenbetreiber.

Ja, ja, pecunia non olet...

umo10
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Typisch kärntna

Der typische kärntna ist gegen alles. Egal was kommt. Er mag keine Veränderung. Die Maltastaumauer würde heute nie mehr gebaut werden. Viele Draustufen und Gailstufen , wären heftigst bekämpft worden. Ich mag auch keine zusätzlichen Verschandelungen, aber Windräder neben bestehenden Schiliftstützen und bestehenden Speicherteichen würde ich noch akzeptieren. Der Windpark Bärofen steht direkt neben dem steirischen Windpark. Auch das entspricht noch meiner Akzeptanz. Besser als den Strom aus dem Gaskraftwerk Mellau in Graz, oder dem Atomstrom aus Krsko beziehen, denn genau das passiert heute!

LaPantera69
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Die einzig technisch sinnvole Variante ein Windrad einzusetzen ist die Kombination mit einem Pumpspeicherkraftwerk. Wasserkraftwerke kann man proplemlos regeln, während es bei Windkraftwerken nur 0 oder 1 gibt. Wer garantiert mir, dass zu den Spitzenzeiten, wo der Strombefarf am höchsten ist, gerade ein Wind weht? Was passiert zu den Zeiten wo der Strombedarf niedrig ist? Bekanntlich kann man Strom noch nicht wirtschaftlich sinnvoll speichern.

Flusskraftwerke kann man so gestalten, dass die in die Landschaft passen, Speicherkraftwerke sind beliebte Wander- und Ausflugsziele geworden.

Für Windräder muss man extra Wege und Straßen bauen, damit die Schwerlastkraftwägen die sperrigen Rotorblätter auf die Almen verbringen, 4-5 Meter tiefe Fundamente mit einem Durchmesser von 25m verschlingen etliche Kubikmenter an Beton, Kabeltrassen ins Tal schlagen Schneisen in die Wälder, etc. etc. Das alles nur um das Ökogewissen zu befriedigen, währenddessen weiterhin sorglos die Energie verschwendet wird. Wie ich finde ein hoher Preis.

Nachdem die BEV-Lobby die Politiker überzeugt hat, wird man um Atomstrom in Zukunft nicht hinwegkommen, es sei den man setzt die Verschandelung der Landschaften durch Windräder. weiter fort. Diese Verschandelung kann natürlich jemanden, dem nichts an der Natur liegt nicht berühren.

Vielleicht sollten sie sich im Nordburgenland einmal die Ästhetik der Windkraftanlagen vor Augen führen.

umo10
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Genau deshalb

Hat die Kelag einen Riesenspeicherteich auf der Koralm gebaut.