Aus seinem Umfeld habe er „nur positive Reaktionen“ bekommen, sagt Wolfgang Rami am Tag nachdem seine Kandidatur beim SPÖ-Parteitag am 20. September in Villach bekannt wurde. Als einfaches Parteimitglied tritt der 73-jährige Pensionist, der noch kein politisches Amt hatte, gegen Daniel Fellner an und stellt klar: „Ich will nicht Landeshauptmann werden, sondern SPÖ-Parteivorsitzender.“ Eigentlich wolle er, dass Peter Kaiser (66), der beim Parteitag nach 15 Jahren Obmannschaft nicht mehr antritt, als Landeshauptmann die Periode fertig macht, also bis Anfang 2028 bleibt. „Aber wenn es anders ist, ist das so zur Kenntnis zu nehmen“, gibt sich Rami flexibel. Kaiser hat bekanntlich deponiert, dass es am neuen Parteichef und Parteivorstand liege, wann er als Landeshauptmann vorzeitig abgelöst wird. Fellner als Parteichef-Favorit will das gemeinsam mit Kaiser entscheiden. Im Frühjahr könnte es soweit sein.
SPÖ-Chef-Kandidat
„Habe keinen Fernseher, kein Internet und bin kein Wunderwuzzi“
Wer ist Wolfgang Rami, der beim SPÖ-Parteitag gegen Daniel Fellner antritt? In der Partei weitgehend unbekannt, will er noch nicht viel über sich verraten.
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