Es waren dramatische Meldungen am Samstag aus Kroatien: Riesige Brände verwüsteten am Samstagmorgen Pisak, Mimice und die umliegenden Orte zwischen Omiš und Makarska. Das Feuer geriet schnell außer Kontrolle.
Österreicher nahmen keinen Schaden
Häuser, Autos und landwirtschaftliche Maschinen brannten nieder. Feuerwehr, Polizei, Schnellboote, Boote der Hafenmeisterei und das Verteidigungsministerium evakuierten Menschen - Bewohner und Touristen. Die Gegend ist auch bei Österreichern beliebt: Wir können bestätigen, dass sich Österreicherinnen und Österreicher vor Ort befinden“, erklärte Clemens Mantl, Pressesprecher im Außenministerium auf Anfrage, am Samstag gegenüber der Kleinen Zeitung.
Rund 50 Personen befanden sich laut Registrierungs-Tool des Außenministeriums in der betroffenen Umgebung. Erfahrungsgemäß ist die Zahl jener, die sich nicht registriert haben, jedoch weitaus höher. Glücklicherweise gab es keine Verletzten oder gar Todesopfer aus Österreich. „Bis dato sind glücklicherweise keinerlei derartige Meldungen eingegangen“, heißt es vonseiten des Außenministeriums am Sonntag. Lediglich ein Reisebus mit rund einem Dutzend Personen an Bord wurde als größere Gruppe dem Außenministerium gemeldet, sie konnten bereits am Samstag die Heimreise antreten.
Entwarnung am Sonntag
Am Sonntag gab es in Kroatien dann die - durchaus unerwartete - Entwarnung. Schon am Samstagabend gab es eine Teil-Entwarnung, nachdem die Lage zuvor eskaliert war. Die ganze Nacht hindurch kämpften die Einsatzkräfte jedoch weiter gegen das Feuer, wie die Zeitung 24sata berichtet. Die Feuerwehr war die ganze Nacht am Brandort im Einsatz und wird noch mehrere Tage dort bleiben - bis sicher ist, dass keine neuen Brände mehr ausbrechen.
Mehrere Feuer vor allem in den leicht brennenden Kiefernwäldern hatten zuvor auf einer Strecke von etwa 50 Kilometern südlich von Split in mehreren Ortschaften Häuser und parkende Autos erfasst. Auch am Stadtrand von Split hatte die Vegetation gebrannt. Zeitweise musste ein Küstenstraßen-Abschnitt wegen der Flammen gesperrt werden.
Suche nach Brandstiftern
Indes stellt sich vor Ort immer stärker die Frage nach den Brandursachen: Die Polizei ermittelt nach Hinweisen aus der Bevölkerung wegen Verdachts auf Brandstiftung. Dafür spreche, dass in der Nähe des Ortes Makarska auf einem kleinen Areal an drei verschiedenen Stellen gleichzeitig Feuer ausgebrochen sei. Darüber hinaus wird in kroatischen Zeitungen berichtet, dass man eine ungewöhnliche Zahl an angebrannten Streichhölzern gefunden habe. Vernehmungen früherer erwiesener Brandstifter seien im Gange, erklärte die Polizei laut Medienberichten.