Bei Pisak zwischen Omiš und Makarska brach Samstagfrüh ein Großbrand aus, der unter Einheimischen und Touristen Panik ausgelöst hat. Ein Abschnitt der Straße entlang der Küste musste zwischen den Orten Omis und Dubce deswegen gesperrt werden, berichteten kroatische Medien. Die Polizei hat nach Hinweisen aus der Bevölkerung Ermittlungen wegen Verdachts auf Brandstiftung begonnen. Dafür spricht, dass in der Nähe des Orts Makarska auf einem kleinen Areal an drei verschiedenen Stellen gleichzeitig Feuer ausgebrochen sei. Vernehmungen früherer erwiesener Brandstifter seien im Gange, erklärte die Polizei laut Medienberichten.

Mehrere Gemeinden richteten Not-Unterkünfte für die in Sicherheit gebrachten Menschen ein. Dutzende Touristen machten davon Gebrauch. Das Rote Kreuz entsandte Sanitäter und Ärzte, die verschiedene Leichtverletzte behandelten. Helfer versorgen die Menschen mit Nahrungsmitteln.

Feuerwehrleute sagten Medien zufolge, der Brand sei völlig außer Kontrolle. Die Brandbekämpfung laufe auch mit Flugzeugen. Der Einsatz aus der Luft musste aber wegen zu starken Windes zeitweise unterbrochen werden. Trockenheit, Hitze und starker Wind würden die Ausbreitung des Feuers vor allem in den leicht brennenden Kiefernwälder in dem Gebiet fördern, hieß es.

Auch Österreicher im Gefahrengebiet

Auch die Ortschaft Marusici ist betroffen. Dort sollen etwa 200 Einwohner und viele Touristen evakuiert worden sein. Die Wasserpolizei brachte viele Menschen auch per Schiff in Sicherheit. Etliche Häuser und Autos brannten aus. Weitere Evakuierungen sind im Gange. Später kam es auch am Nordhafen von Split zu einem Vegetationsbrand der anfing, sich in Richtung einer Kaserne auszubreiten.

Die vom Feuer betroffene Region liegt direkt an der kroatischen Mittelmeerküste und ist bei Urlaubern aus Österreich sehr beliebt. „Wir können bestätigen, dass sich Österreicherinnen und Österreicher vor Ort befinden“, erklärt Clemens Mantl, Pressesprecher im Außenministerium auf Anfrage.

Rund 50 Personen haben sich über das Außenministerium dahingehend registriert, dass sie sich gerade im bzw. in der Nähe des Gefahrengebiets befinden. Erfahrungsgemäß ist die Zahl jener, die sich nicht registriert haben, jedoch weitaus höher. Klar ist jedoch: „Weder bei uns noch bei der Botschaft in Kroatien sind bisher Berichte über österreichische Verletzte oder gar Tote aus Österreich eingegangen. Direkt betroffen war nach derzeitigem Informationsstand lediglich eine Reisegruppe mit rund einem Dutzend Personen an Bord. Sie befindet sich mittlerweile auf der Heimreise in Richtung Österreich“, erklärt Mantl.

Starker Wind verschärft die Brand-Situation zusätzlich. Die Evakuierung von Einwohnern und Touristen ist im Gange. In Pisak und Umgebung sei die Situation extrem chaotisch – Touristen fliehen mit Koffern, der Verkehr ist völlig zusammengebrochen und die Hauptstraße ist völlig verstopft, berichtet die Zeitung 24sata.

Häuser und Autos brannten nieder

Zum genauen Auslöser gab es zunächst keine Informationen. Das Feuer hat eine Olivenverarbeitungs-Fabrik offenbar zerstört. Neben der Fabrik und der Ölmühle wurden laut Berichten auch zwölf Häuser beschädigt beziehungsweise zerstört, Autos brannten nieder und der gesamte Landkreis wurde zur Hilfe mobilisiert. Menschen wurden zum Glück keine verletzt.

Evakuierung

Mehr als 250 Feuerwehrleute sind vor Ort. Das Feuer hat sich laut 24sata auf beide Seiten der Autobahn ausgebreitet. In Omiš steht eine Sporthalle für die Unterbringung bereit. Feuerwehrleute sagten Medien zufolge, der Brand sei völlig außer Kontrolle. Die Brandbekämpfung laufe auch mit Flugzeugen.

Das kroatische Fernsehen hat einen Liveticker eingerichtet.

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