Was soll ich nach der Matura machen? Viele junge Menschen in Österreich stellen sich jetzt diese Frage. Das hat die Fachhochschule (FH) Kärnten zum Anlass genommen, um ein besonderes Angebot zu entwickeln: „StudyXplore“ heißt das neue und bundesweit einzigartige Projekt, das im Herbst startet. Es handelt sich dabei um ein Orientierungsjahr für Menschen, die über die allgemeine Hochschulreife verfügen, aber noch unentschlossen sind, was die Wahl der Studienrichtung betrifft.

 „Wir möchten jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen – nicht im Sinne einer Wartezeit, sondern als aktiven Prozess der Auseinandersetzung mit sich selbst und ihren Möglichkeiten“, sagt Projektkoordinatorin Carolina Müller. „StudyXplore soll dabei unterstützen, tragfähige und motivierte Entscheidungen zu treffen – für Studium, Beruf und persönliche Entwicklung.“

Lehrveranstaltungen anrechenbar

In zwei Semestern erhalten die Studierenden Einblicke in verschiedene Studienfelder und praktische Zusatzangebote. Im Mittelpunkt stehen Orientierung und Sinnfindung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können dabei individuell aus den regulären Lehrveranstaltungen auswählen, etwa in den Fachbereichen Bauwesen, Technik, Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit und mehr. Falls im Anschluss ein reguläres Studium gewählt wird, sind die absolvierten Lehrveranstaltungen an der FH Kärnten anrechenbar.

 „Durch das gezielte Hineinschnuppern in unterschiedliche Studienrichtungen, das Erleben akademischer Inhalte und die Möglichkeit zur persönlichen Reflexion unterstützt das Programm junge Menschen dabei, ihre Interessen und Talente besser kennenzulernen – eine entscheidende Grundlage, um die für sie passende Ausbildung zu wählen,“ sagt die Kärntner Bildungsdirektorin Isabella Penz .

Sanitäter bis Skilehrer

Das Angebot soll aber über ein reines „Hineinschnuppern“ weit hinausgehen. So gibt es neben Workshops zur Potenzialanalyse , berufsfeldbezogene Orientierungsmodule auch die Möglichkeit zum Erwerb von Zusatzqualifikationen, wie etwa der Ausbildung zum Rettungssanitäter, ein Skilehreranwärterinnen-Grundkurs oder das Google Ads Zertifikat.