Juveniler Unsinn hat ja oftmals schöne Seiten. Er durchbricht die zwanghafte Ernsthaftigkeit, mit der Erwachsene ihr Leben strukturieren, kann zum Nachdenken anregen, Prioritäten neu ordnen. Und dann gibt es eben auch diese Art von Jugendlichkeit, die - es fehlt ein besseres Wort - einfach nur deppat ist. Etwa, wenn man in der letzten Woche mit einer Waffe im Rucksack in die Schule ging. Mag das Ding letztlich ein Spielzeug gewesen und der Zwischenfall als misslungener Humorversuch gescheitert sein: Es war dumm. Das wissen jetzt auch jene beiden Burschen, die sich als Trittbrettfahrer des Amoklaufs von Graz versuchten. Ihnen bleiben nun fünf Tage Zeit, zum Nachdenken.
Graz-Trittbrettfahrer
Es braucht echten jugendlichen Unsinn
© Kleine Zeitung