Am 8. Mai 1945 erreichten Einheiten der Britischen wie der Jugoslawischen Armee Kärnten. Für viele in Kärnten war es ein Tag der Freude, sollte er doch das Ende der NS-Herrschaft markieren. Andere waren betrübt, da sie den Tag als Tag der Niederlage verstanden. Und dann gab es Menschen, die angstvoll auf die kommenden Tage blickten. Lynchjustiz war aus vielen Regionen Europas bekannt. In Feldkirch in Vorarlberg konnte die Ermordung eines NS-Staatsanwaltes nur knapp verhindert werden. Zudem hatten die alliierten Streitkräfte überall nach ihrer Machtübernahme mit umfangreichen Verhaftungen begonnen.
Verhaftungen und Liquidationen
Rache an „Heimattreuen“ nach dem Zweiten Weltkrieg?
Kurz nach dem Einmarsch der britischen und jugoslawischen Truppen nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Kärnten 350 Personen verhaftet. Knapp die Hälfte wurde nach Jugoslawien gebracht. 96 dieser Personen gelten noch heute als vermisst.
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