Bereits im Sommer 1944 schmiedet Friedrich Rainer, Gauleiter von Kärnten und fanatischer Gefolgsmann Hitlers, düstere Zukunftsszenarien. Bei einem privaten Besuch beim „Bauer in Boden“, unweit des Weißensees, trifft er sich mit dem verschwägerten Gutsbesitzer Norbert Glanzer, einem Kenner der Region. Gemeinsam sondieren sie mögliche Verstecke: verlassene Bergwerksstollen, abgelegene Almhütten. Orte, an denen sich versprengte Einheiten verschanzen könnten. Besonders im Blick: eine abgelegene Sennhütte auf der Mößlacher Alm in der Gemeinde Stockenboi – in den 1930er-Jahren ein konspirativer Treffpunkt nationalsozialistischer Jugendorganisationen.
Rückzugsort der Hitler-Treuen
Als sich die letzten Nazi-Bonzen am Weißensee versteckten
Im Frühling 1945 glitzert Kärntens Naturjuwel in trügerischer Schönheit. Inmitten paradiesischer Kulisse bereiten Hitlers Getreue ihren Rückzug vor – der Weißensee wird zur Bühne des letzten Wahns.
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