Beim ersten Date wird sich meistens nur kurz „beschnuppert“, oft merkt man ja innerhalb der ersten paar Minuten, dass die Chemie nicht stimmt oder man sich schlichtweg nicht sympathisch ist. Wer sich zu einem zweiten Date trifft, ist zumindest nicht ganz abgeneigt, die andere Person kennenzulernen. Aber was tun?

Eine österreichweite Studie unter 1533 Österreicherinnen und Österreichern im Alter zwischen 18 und 75 Jahren im Auftrag von Parship.at zeigt: Beim zweiten Date ist das Bedürfnis nach einer entspannten Atmosphäre, in der das Gegenüber im Mittelpunkt steht, groß. Die Top-Location für ein Wiedersehen ist die Natur (54%), dicht gefolgt von einem abendlichen Restaurantbesuch (53%). Auf dem dritten Platz reiht sich ein Kaffeehausbesuch ein (46%), weitere 45 Prozent spazieren gerne durch die Stadt. Beliebt sind auch der Besuch eines Marktes oder ein Kinoabend. Selten erwünscht sind laut befragten Singles Aktivitäten wie Bungee-Jumping oder Escape Room (4%). Kochkurse, Töpfern oder Weinverkostungen finden ebenso wenig Anklang (6%). Nur eine von zehn alleinstehenden Personen könnte sich beim zweiten Date für Sport begeistern – am ehesten Befragte zwischen 18 und 29 Jahren.

Kärntner und Tiroler zieht es auf den Berg

Mit Blick auf die einzelnen Bundesländer zeigen sich spannende Unterschiede. Für Singles in der Steiermark ist das Kaffeehaus mit Abstand die Top-Location – 65 Prozent führen ihr Date zum zweiten Mal am liebsten dorthin aus (gesamt: 46%). Besonders naturverbunden zeigen sich Kärntnerinnen und Kärntner sowie Tirolerinnen und Tiroler: Für sechs von zehn Befragten kommt Spazierengehen infrage (63% bzw. 62% vs. gesamt: 54%), für ein Drittel der Tiroler Singles darf es beim zweiten Date sogar eine Wanderung oder eine Bergtour sein. In Oberösterreich und Niederösterreich schlendern Singles überdurchschnittlich gerne durch die Stadt (beide 53% vs. gesamt: 45%).

Zu dir oder zu mir?

Grundsätzlich teilen Männer und Frauen ihre Ansichten über die perfekte Location für das zweite Date. Dennoch gibt es einzelne deutliche Ausreißer: 29 Prozent der Männer würden sich gerne bei ihr zu Hause treffen, das käme jedoch nur bei elf Prozent der Frauen infrage. Weitere 27 Prozent der Männer wären für eine Bar oder einen Club, allerdings nur 18 Prozent der Frauen. Besonders groß ist die Diskrepanz, wenn es um Einladungen in das Zuhause der männlichen Singles geht. Knapp ein Viertel der Männer würde die Dating-Partnerin gerne zu sich einladen, nur sechs Prozent der Frauen halten das für eine gute Idee. Sie würden ihren Dating-Partner deutlich lieber in einem Museum, einer Galerie oder Ausstellung wiedersehen (20% vs. Männer 10%).

„Weniger ist mehr“

Parship-Psychologin Caroline Erb: „Gerade im ersten Kennenlernprozess sollte eine lockere und vertrauensbildende Atmosphäre geschaffen werden, insbesondere für Frauen ist der Wohlfühl- und Sicherheitsaspekt von zentraler Bedeutung.“ Mit Naturverbundenheit und einem lockeren Treffen in einem Lokal punkte man laut der Psychologin bei seinem Gegenüber in der Anbahnungsphase am meisten. „Beim zweiten Date sollten angenehme Bedingungen für eine weitere Intensivierung wichtiger Inhalte geschaffen werden, manchmal ist weniger mehr, was den äußeren Rahmen betrifft, um sich voll und ganz auf den anderen einlassen zu können.“