Tod von KrankenpflegerinKeine Hinweise auf Verunreinigung oder Fehler beim Impfen

Krankenpflegerin war wenige Tage nach Impfung mit Astrazeneca gestorben. Obduktion soll jetzt die Todesursache klären, doch der tragische Todesfall wird nicht zu einem Fall für die Justiz.

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© AP
 

Der Tod einer Krankenpflegerin des Landesklinikums Zwettl mehrere Tage nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca wird keine strafrechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen. Die Staatsanwaltschaft Krems verneinte laut ihrem Sprecher Franz Hütter vom Montag die Einleitung eines Verfahrens. "Es wurde kein Anfangsverdacht festgestellt", sagte der Behördensprecher zur APA. Mit einer Obduktion am Wiener AKH soll die Todesursache der 49-Jährigen festgestellt werden.

Das AKH und das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) hatten bisher keinen Zusammenhang zwischen dem Ableben der Frau und dem Impfstoff hergestellt. Das Ergebnis der Obduktion werde erst in den kommenden Wochen vorliegen, hieß es auf APA-Nachfrage aus dem AKH.

Entlastet wurde das Landesklinikum Zwettl unterdessen vom Ergebnis einer am Wochenende durchgeführten sanitätsbehördlichen Überprüfung. Wie der "Kurier" am Montag online berichtete, wurden in diesem Rahmen keinerlei Hinweise auf eine fehlerhafte Anwendung oder eine mögliche Verunreinigung des Impfstoffes zutage befördert. Eine Delegation der Landessanitätsdirektion sowie der Amtsarzt der Bezirkshauptmannschaft hatten sich in das Spital in der Waldviertler Bezirksstadt begeben.

Weg "lückenlos dokumentiert"

Der Weg der AstraZeneca-Impfcharge sei von der Anlieferung über die Lagerung bis zur Verabreichung an die betroffene Krankenpflegerin lückenlos dokumentiert worden, berichtete die Tageszeitung. Die Spitalshygienikerin habe den gesamten Vorgang der Verimpfung mittels "Standard Operating Procedure" (SOP) im Rahmen des Qualitätsmanagements festgehalten.

Eine 35-jährige Kollegin der Verstorbenen befand sich nach ihrer Impfung in stationärer Behandlung auf der internen Abteilung im Landesklinikum Zwettl. Zum Zustand der Frau machte die NÖ Landesgesundheitsagentur am Montag mit Verweis auf die ärztliche Schweigepflicht keine Angaben. Laut "Kurier" wird ein Zusammenhang der beiden Fälle mittlerweile ausgeschlossen. Die Betroffene 35-jährige soll entsprechende Vorerkrankungen und Blutgerinnungsstörungen haben.

37.000 Dosen der Charge verimpft

Das BASG informiert am Abend, dass rund 37.000 Dosen der betroffenen Charge des Impfstoffs von AstraZeneca mit der Chargennummer ABV 5300 in ganz Österreich verimpft wurden. "Derzeit liegen zu dieser Charge keine weiteren schweren Nebenwirkungen in Bezug auf Gerinnungsstörungen vor. Meldungen gibt es zu allergischen Reaktionen. Eine nochmalige Analyse der inkriminierten Charge erfolgt durch das offizielle Arzneimittelkontrolllabor in den Niederlanden, das auch für die europaweite Freigabe dieser Charge zuständig war."

Laut dem BASG umfasst die betroffene Charge insgesamt rund eine Million Dosen und wurde in 17 europäische Länder geliefert. Nebenwirkungsmeldungen in Bezug auf Gerinnungsstörungen aus den anderen Ländern der EU und aus dem Vereinigten Königreich zeigen derzeit keine thrombo-embolischen Fälle nach einer Impfung mit dieser Charge, hieß es in einer am Abend der APA übermittelten Stellungnahme. Zudem werde die europäische Arzneimittelbehörde EMA alle Nebenwirkungsmeldungen im Zusammenhang mit thrombo-embolischen Ereignissen ausdrücklich prüfen. "Die übrigen Dosen dieser Charge, es handelt sich um geringe Restmengen, sind gesperrt und werden derzeit nicht verimpft. Man geht davon aus, dass die Dosen verimpft werden können, sobald die Sachlage geklärt ist", so das BASG.

Impfgremium: Derzeit kein erhöhtes Risiko

Das Nationale Impfgremium hat am Montag über die Causa beraten und empfiehlt, die Situation zu beobachten. Das Monitoring auf internationaler Ebene werde verstärkt, sagte das BASG. Man habe sich zunächst auch mit Deutschland ausgetauscht, dort wurden keine diesbezüglichen Auffälligkeiten in Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung von AstraZeneca beobachtet. Derzeit zeigt auch der weitere internationale Austausch kein erhöhtes Risiko.


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Kommentare (25)
lucie24
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Weil ganz einfach der Impfstoff

Schrott ist.

Mein Graz
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@lucie24

Jeder kann was behaupten - Beweise braucht man keine, oder?

4e49ee76994728c6d666ac2c5e590433
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Um den Impfgegnern keinen Nährboden zu geben,

kommt bei der Obduktion sicher kein negatives Ergebnis heraus, dafür werden schon die bestimmten Stellen sorgen, wetten das...

ralfg
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.

Jeden Tag sterben 230 Menschen in Österreich. Dadurch das die Gesamtbevölkerung geimpft wird werden immer Personen kurz nach der Impfung sterben. Korrelation ist ungleich Kausalität.

sugarless
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Bitte zu Facebook wechseln

struge 1 bitte zu Facebook wechseln, dort tummeln sich die Gleichgesinnten mit ihren Wahnvorstellungen

DannyHanny
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Struge1

Für die Impfgegner, überhaupt die militanten, ist der Tod dieser bedauernswerten Frau natürlich ein toller Aufmacher und wird auch dementsprechend breitgetreten!
Bisher wurden Millionen geimpft und die haben sich standhaft geweigert, daran zu sterben!

lucie24
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Stimmt

nicht.

lombok
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Das hoffe ich auch!

Da werden Millionen Menschen geimpft, und wenn (bei aller Tragik!!!) 10 Tage (!!!) nach der Impfung jemand stirbt, ist natürlich die Impfung schuld!

Schwoazasteira92
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Heuchelei

Ja Blutgerinnsel kommen einfach so mit 49...

Mein Graz
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@Schwoazasteira92

Wusstest du das?

Blutgerinnsel kommen sogar bei Kindern und Jugendlichen vor.
Frauen sind durch die Einnahme bestimmter Anti-Baby-Präparate zusätzlich gefährdet.
Auch Schwangerschaften können zu einem erhöhten Thromboserisiko führen.
Und bei einem Drittel der Covid-19-Patienten kommt es zu Blutgerinnungsstörungen.

marobeda
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Die StA sollte schon zuerst das Ergebnis der

Obduktion abwarten, bevor sie einen Persilschein austellt.

calcit
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Und sie sollten schon eine Ahnung davon haben...

...warum es bei der rechtlichen Entscheidung der STA gegangen ist. Nämlich grundsätzlich ob beim Vorgang der Impfung selbst Fehler gemacht wurde wie falsche Dosierung, falsche Anwendung des Impfstoffes oder Verwechslung des Impfstoffes bzw. eine Körperverletzung beim Impfen selbst. Ob der Impfstoff an sich schuld ist oder hier Unverträglichkeiten anderer Art vorliegen ist ein ganz anderer Tatbestand und muss von der STA unter einem anderen rechtlichen Titel beurteilt werden - nach der Obduktion.

rehlein
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@marobeda

Bin vollkommen Ihrer Meinung!

rehlein
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Vollkommen unverständlich

dass die Staatsanwaltschaft da nicht ermittelt.....

Da gäbe es, unabhängig von der Obduktion, einige Faktoren, die es zu überprüfen gelte.

griesbocha
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Einige Faktoren sind ja überprüft worden: der Weg der impfcharge

und die Verimpfung selbst. Steht ja im Text.
Die Staatsanwaltschaft wäre ja nur bei Verdacht auf Fahrlässigkeit zuständig. Der ist nicht gegeben.
Wenn die Dame an einem Impfschaden verstorben wäre, tangiert das die Staatsanwaltschaft nicht.

rehlein
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@griesbocha

Ja, einige Faktoren sind überprüft worden - was bedeutet EINIGE? Nicht alle.

Solche Vorfälle sind aber komplett und lückenlos zu untersuchen.

Und diese Überprüfung wurde von der Sanitätsbehörde und dem Amtsarzt durchgeführt - das ist nicht die Staatsanwaltschaft, hat also keine juridischen Befugnisse.

Fahrlässigkeit ist aber von einer Staatsanwaltschaft zu überprüfen, und ob die vorliegt oder nicht, wissen wir (noch) nicht
Eine Dokumentation von der Anlieferung bis zur Verimpfung reicht rechtlich aus für eine Sanitätsbehörde?

Dann frage ich mich, warum wir tagtäglich jeden Handgriff dokumentieren müssen, und wenn es eine Anzeige beim Patientenanwalt z.B. gibt, dann muß das rechtlich Hand und Fuß haben - wenn ein Pat. zu Schaden kommt, stehen wir mit einem Bein immer vor dem Richter, die Sanitätsbehörde rettet uns da nicht.

Oder wissen Sie es?

griesbocha
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Rehlein, ich sags dir halt jetzt noch einmal:

Die Staatsanwaltschaft wäre ja nur bei Verdacht auf Fahrlässigkeit zuständig. Der ist nicht gegeben.

Mit dem Weg der Impfcharge und der Verimpfung hat man die für die Staatsanwaltschaft relevanten Bereiche ja bereits untersucht ...so schwer ist das doch nicht...?

DavidgegenGoliath
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@rehlein

Diesmal kann ich ihnen vollinhhaltlich zustimmen!

lenigsch
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Faktoren

Und welche Faktoren wären das?
Bitte mit nachvollziehbaren Quellen belegen. Das würd mich jetzt wirklich interessieren, was sie wissen und die StA nicht.

Zuckerpuppe2000
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Das Rehlein

weiss immer alles besser! Möchtegern Frau Doktor.

rehlein
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@lenigsch

Sie haben vollkommen recht, ich weiß nicht mehr als Sie, aber die Staatsanwaltschaft kann auch nicht mehr wissen, wenn sie nicht dahingehende Nachforschungen macht, dass eine Kausalität vollkommen ausgeschlossen werden kann.
Bei jedem Toten, der zuhause in der Wohnung aufgefunden wird, und die Todesursache nicht sicher ist, wird ebenfalls ermittelt.

Faktoren, die zu untersuchen wären:
Anlieferung, Lagerung, Kühlkette, Vorbereitung des Impfstoffs bis zur Verabreichung, etc.
Auch die Spritzencharge gehört zum Impfequipment und kann ein Faktor sein.
Wir hatten mal eine Lieferung Infusionsbestecke, wo jede Einzelverpackung an einer Seite nicht ganz dicht foliert war - somit unsteril und zum Wegschmeißen.
Sie würden nicht glauben was es alles an Fehlerquellen im medizinischen Bereich gibt.

Quellen kann ich Ihnen für die Nachverfolgung der Lieferungen, Lagerung, etc. nicht liefern - genau das wäre ja die Aufgabe der Staatsanwaltschaft.

Aber bitte das ist nur meine Meinung.

Kommt nicht so häufig vor, dass in einem Krankenhaus 2 so schwere Vorfälle gleichzeitig nach einer Impfung auftreten, wobei eine Pat. verstirbt, deshalb wäre ich für ein übervorsichtiges Vorgehen in bezug auf Sicherheit gewesen.

Ich bin dafür, dass Unsicherheiten ausgeräumt werden, damit das Vertrauen der Bevölkerung in die Impfungen nicht schwindet.

Wie kann die Staatsanwaltschaft schon vor der Obduktion die Kausalität ausschließen? Das frage ich mich...

Zuckerpuppe2000
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Vorstellungskraft

Verlassen Sie sich lieber nicht auf Ihre Vorstellungskraft! Sie konnten sich auch nicht vorstellen, dass es einen 100% igen Arbeitsausfall nach der Impfung gab. Obwohl Sie weder davon Kenntnis haben, geschweige denn dabei gewesen sind.

romagnolo
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Nach den derzeit vorligenden Daten besteht kein Anfangsverdacht.

Das kann sich aber nach der Obduktion ändern. Also ist von einem Persilschein keine Rede.

Miraculix11
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Es gibt einen Verdacht

Den Verdacht nämlich dass ohne Impfung tausende Leute sterben - ca. 250/Tag in Österreich. Man sollte das auch untersuchen.

rehlein
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Danke romagnolo,


ich sehe das genauso.