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An 184 StandortenZustrom zu Massentests in Südtirol zu Beginn groß

Bis Sonntag sollen möglichst viele Menschen auf das Coronavirus getestet werden. Das erklärte Ziel: 70 Prozent der Bevölkerung sollen es zumindest sein.

Teststation in Bozen © AFP
 

Die Aktion "Südtirol testet" dürfte großen Zuspruch seitens der Bevölkerung erhalten. Bereits zu Beginn der Massentests am Freitag war der Zustrom der Bevölkerung groß. In einigen Orten bildeten sich vor den Teststationen Schlangen. In anderen Gemeinden wurde ein Online-Vormerksystem eingerichtet, in wieder anderen Gemeinden wurde den Bürgern Zeitfenster vorgeschlagen, in denen bestimmte Ortsbereiche an der Reihe waren.

Der Aufruf des Landes Südtirol an die Bürger, Solidarität zu zeigen und zusammenzustehen, zeigte offenbar Erfolg. So hatten sich etwa in der Gemeinde Terlan bereits rund 85 Prozent der Bürger über das Vormerksystem einen Termin gesichert.

Die Massentests waren für das gesamte Wochenende angesetzt. Bereits am Freitag gegen 10.00 Uhr lag laut Informationen des Landes für 24.242 Tests ein Ergebnis vor. 596 davon fielen positiv aus, dies entsprach 2,5 Prozent der bisher durchgeführten Tests. Während im bevölkerungsstärksten Gesundheitsbezirk Bozen bisher 1,8 Prozent von 9.679 durchgeführten Tests positiv waren, waren in den Bezirken Brixen und Meran jeweils 2,9 Prozent der Tests positiv. Im Bezirk Bruneck waren bei bisher 4.168 durchgeführten Tests 2,7 Prozent positiv.

Für einige Personen bestand auch die Möglichkeit, sich bereits vor Freitag testen zu lassen. So wurden von einigen Apotheken und Ärzten eigene Anlaufstellen organisiert, einige gegen Bezahlungen, andere kostenlos. Auch Unternehmen konnten sich organisieren und den Mitarbeitern einen Test im Haus anbieten, wenn dieser von einem Arzt durchgeführt wurde.

Wenn der Test positiv ausfällt, muss der Betroffene in häusliche Isolation und kann diese nach zehn Tagen ohne weiteren Test wieder verlassen, sofern er keine Symptome aufweist. Es ist auch kein zusätzlicher PCR-Test vorgesehen. Insgesamt hat das Land Südtirol 350.000 Antigen-Tests zur Verfügung gestellt.

Der Biostatistiker Markus Falk der Forschungseinrichtung Eurak in Bozen hat eine Hochrechnung erstellt. Demnach könnte Südtirol bei einer Beteiligung von rund 70 Prozent der Bürger noch im Dezember die Neuinfektionen zurückfahren, ohne Massentest würde eine Normalisierung erst im März erfolgen..

Foto © AFP

736 Neuinfektionen in Südtirol

In Südtirol sind in den vergangenen 24 Stunden 736 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit erhöhte sich die Zahl der jemals positiv Getesteten auf 20.117, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb am Freitag mit. 8.160 Personen galten bereits wieder als genesen, um 421 mehr als am Vortag. Damit waren in der autonomen Provinz aktuell 11.511 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

Indes verstarben acht weitere Personen mit oder an dem Coronavirus. Die Anzahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 446. Auf den Normalstationen der Südtiroler Krankenhäuser wurden 329 Covid-19-Patienten versorgt. 38 Patienten benötigten intensivmedizinische Behandlung. In den Privatkliniken waren 139 Patienten untergebracht, in den Einrichtungen in Gossensaß und Sarns 111. In Südtirol wurden bisher 288.707 Tests durchgeführt


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Kommentare (1)
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Gedankenspiele
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Lesenswert?

Laut Uni Graz...

...bestehen bei den Massentests in Österreich extreme logistische Herausforderungen.

Jetzt, wo die Impfungen kurz bevor stehen, wäre es doch gescheiter, alle Kapazitäten auf eine ausgeklügelte Impfstrategie aufzuwenden, bevor auch noch dort reihenweise Pannen entstehen.
Die Impfung alleine wird Österreichs Behörden genug herausfordern!