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350.000 TestungenSüdtirol will Lockdown durch Schnelltests verkürzen

Ab Samstag gilt auch in Südtirol ein Lockdown. Um diesen möglichst kurz zu halten, sollen 350.000 Bürger, das sind knapp 70 Prozent der Bevölkerung, freiwillig getestet werden. Kommen zu wenige, droht eine Verlängerung der Massenquarantäne.

Lokalaugenschein in Südtirol
Südtirol will Lockdown durch Schnelltests verkürzen © Florian Eder
 

Um den ab Samstag geltenden Lockdown möglichst kurz zu halten, plant Südtirol einen Massentest. So soll die Anzahl der Infizierten ermittelt und "Superspreader" sowie asymptomatische Personen ausgemacht werden. 350.000 Bürger werden zum Test gebeten, berichtete der ORF Tirol am Freitag, das entspricht knapp 70 Prozent der Bevölkerung. Der Test erfolge freiwillig, sollte sich der Großteil dem Test jedoch verweigern, drohe eine Verlängerung des Lockdowns. Positiv getestete Personen müssen in Quarantäne. Daher werde befürchtet, dass sich zu wenig Menschen freiwillig testen lassen.

"Es handelt sich um keine Drohung. Aus Expertensicht ist es der einzige Weg aus der Krise. Wenn wir nicht testen und weiterhin sehr viele asymptomatische Personen herumlaufen, dann folgt nach dem Lockdown der nächste Lockdown. Dieses Ping-Pong-Spiel müssen wir unterbrechen, sonst kippt das Gesundheitssystem", mahnte Südtirols Gesundheitslandesrat Thomas Widmann (SVP).

In Südtirol werden ab Samstag der Bildungsbereich und die Wirtschaft auf ein Minimum heruntergefahren. Bereits ab Ende nächster Woche soll der von Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) bezeichnete "Befreiungsschlag" gegen das Coronavirus umgesetzt werden. In den vergangenen 24 Stunden wurden in Südtirol 3.437 Abstriche untersucht. Dabei wurden 694 Neuinfektionen festgestellt.


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