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Tausende FreiwilligeChina impft schon seit einem Monat gegen Covid-19

Seit einem Monat haben in China schon Mitarbeiter im Gesundheitswesen und andere Risikogruppen experimentelle Impfstoffe verabreicht bekommen.

© AP
 

Das Impfprogramm sei Ende Juli mit einer Notverordnung erlaubt worden, erklärten Gesundheitsvertreter nach Medienberichten. Es werde erwogen, die versuchsweisen Impfungen auf Arbeiter auf Märkten, im Transportwesen und Dienstleistungsbereich auszuweiten, um neue Ausbrüche im Herbst und Winter zu verhindern.

Nach Angaben der Gesundheitskommission in Peking vom Dienstag gibt es gegenwärtig gleichwohl kaum lokale Ansteckungen in China, sondern meist nur noch importierte Fälle. Mit strengen Maßnahmen hat das Land, wo die ersten Ansteckungen mit dem Coronavirus Anfang Dezember in der Metropole Wuhan entdeckt worden waren, den Ausbruch der Atemwegserkrankung Covid-19 weitgehend in den Griff bekommen.

In der Hauptstadt Peking seien seit Ende Juli schon medizinisches Personal und Mitarbeiter in der Vorbeugung gegen die Pandemie mit einem Impfstoff des Herstellers Sinopharm geimpft worden, berichtete die Zeitung "Yicai". Die zweite Phase der Impfungen bei Bediensteten im Transportwesen wie in Bussen, Bahnen und im Luftverkehr sowie anderes Personal laufe noch, berichtete "Yicai".

Hinter zwei der wenigen potenziellen Impfstoffe weltweit, die ein fortgeschrittenes Entwicklungsstadium erreicht haben, stehen laut WHO chinesische Hersteller, die mit anderen Ländern in der abschließenden Phase III der Entwicklung zusammenarbeiten. In dieser praktischen Testphase soll gezeigt werden, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Noch konnte das aber für keinen Impfstoff nachgewiesen werden.

Der Chef des Impfprogramms von Sinopharm, Yang Xiaoming, berichtete, dass schon mehr als 20.000 Menschen ein experimenteller Impfstoff seines Unternehmens gegeben worden sei. "Die Sicherheit ist sehr gut. Die Wirksamkeit steht weiter unter Beobachtung", wurde Yang Xiaoming zitiert. Er teilte allerdings nicht mit, wo die Impfungen vorgenommen worden sind.

Sinopharm hat die Erlaubnis, mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Peru, Marokko und Argentinien zu kooperieren. Der Hersteller Sinovac wiederum unternimmt seine Versuche mit Brasilien und Indonesien. Das chinesische Unternehmen CanSino, dessen Impfstoff zum Einsatz unter chinesischen Soldaten zugelassen worden war, arbeitet mit Russland und Pakistan zusammen


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Kommentare (8)

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DannyHanny
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Freiwillig!!

Sicher alles "Freiwillige"

wirklichnicht
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Es wird aber außerhalb Chinas getestet!

Weil es in China keine Corona-Fälle mehr gibt, können die Firmen das auch nicht in China überprüfen. Deshalb Länder wie Brasilien und Indonesien.
Die Tester bekommen üblicherweise auch eine Vergütung für den Test, das ist schon freiwillig!

DannyHanny
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Da versteh ich dann aber etwas falsch!

Mein Glauben bisher war...Man impft das man eine Krankheit (Virus) NICHT bekommt und nicht wenn man eine Krankheit schon hat?

wirklichnicht
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Man weiß ja noch nicht ob die Impfung gute Wirkung hat

Für die dritte Phase an klinischen Tests benötigt man nämlich möglichst viele Probanden, die dem Virus ausgesetzt sind. Da gab es schon einige Artikel in der Presse, die davon berichtet haben, dass die chinesischen Pharmakonzerne deswegen im Ausland testen.
Erst wenn die Wirksamkeit bestätigt ist, wird großflächig in China selbst geimpft.

erstdenkendannsprechen
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nein. das ist eigentlich nicht erlaubt.

bei keiner impfung werden die geimpften dann bewusst einer infektion ausgesetzt. das hat man ja bezüglich afrika angedacht (eig. um in afrika die folgen der pandemie abzumildern) aber als unethisch verworfen.
ob eine impfung wirkt oder nicht untersucht man anhand der immunreaktion! dazu braucht es keine infektion.

DannyHanny
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Nachtrag!

Ausserdem der glaubt das es in China keine Covid 19 Fälle mehr gibt, glaubt auch das die Erde eine Scheibe ist.Die werden einfach verheimlicht um vor der Welt gut dazustehen!

wirklichnicht
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Wer glaubt in China ist sowieso alles manipuliert, ist auch anfällig für Propaganda

Am 24. August gab es in China offiziell 14 neue Fälle bei 1,4 Milliarden Einwohnern. Selbst wenn da etwas geschummelt werden sollte, reicht diese niedrige Rate bei weitem nicht aus um Impfstoffe zu testen.
Einzelfälle kann man immer verheimlichen, aber größere Ausbrüche eben nicht, weil da eben ganze Stadtteile abgeriegelt werden. Und China im Jahr 2020 ist nicht China im Jahr 1970, wo es Null Kommunikationsmöglichkeiten gab.

DannyHanny
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Klingt plausibel!

Und trotzdem gibt einen zu denken, bei 1,4 Mrd. Einwohner nur 14 Infektionen und in Good Old Austria bei 9 Mil. Über 250 (heute) Neu positiv getestete.
Aber wahrscheinlich reagiert die Chinesische Regierung viel strenger und kompromisslos auf Nichteinhaltung der Maßnahmen.
Stellt sich jetzt die Frage was zu bevorzugen ist?