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Coronavirus Testpflicht, Quarantäne: Die Regeln für Rückkehrer im Überblick

Geregelt sind die Einreisebestimmungen in einer Verordnung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

© AFP
 

Österreich weitet mit kommenden Montag die seit Juli verschärften Corona-bedingten Einreiseregeln auf weitere Gebiete aus. Nachdem Mitte August Festland-Spanien und am Montag Kroatien zu den Risikogebieten dazukamen, verkündete die Regierung am Dienstag, dass ab kommender Woche auch Rückkehrer von den spanischen Balearen darunter fallen. Im Folgenden die Regeln im Detail.

Geregelt sind die Einreisebestimmungen in einer Verordnung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Diese Verordnung "über die Einreise nach Österreich in Zusammenhang mit der Eindämmung von SARS-CoV-2" definiert die Risikogebiete, aus denen eine Rückreise nur unter Auflagen möglich ist und legt auch fest, wer von welchen Bestimmungen im Detail betroffen ist. Der Plan, dass auch Balearen-Rückkehrer ab Montag unter die unsichere Gruppe fallen sollen, wird erst in den kommenden Tagen mittels Adaptierung der Verordnung fixiert. Bis dahin gilt für Spanien, dass nur das Festland als Risikogebiet eingestuft ist -ab Montag dann ganz Spanien abgesehen von den Kanarischen Inseln.

KEINE EINSCHRÄNKUNGEN BEI DER RÜCKREISE NACH ÖSTERREICH:

Kommen Österreicher, EU-und EWR-Staatsbürger, Schweizer Staatsbürger sowie all jene Personen, die einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben (sowie Personen mit Aufenthaltsberechtigung) aus einem Staat mit einer "stabilen" Covid-19-Situation, so besteht freie Einreise. Die Person muss sich dafür aber in den vergangenen zehn Tagen ausschließlich in folgenden - derzeit als hinsichtlich Corona sicher definierten - Staaten aufgehalten haben: Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Polen, San Marino, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Vatikan, dem Vereinigten Königreich und Zypern - oder eben ab 24. August den Kanarischen Inseln (Spanien).

BESCHRÄNKTE EINREISE - RISIKOGEBIET:

Beschränkt ist die Einreise für Rückreisende der oben genannten Gruppe, sofern sie aus einem von definierten 34 Risikostaaten- bzw. gebieten kommen. In diesem Fall muss ein Gesundheitszeugnis (mit negativem PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist) mitgeführt werden. Alternativ kann man sich in (Heim-)Quarantäne begeben, muss aber auch dann innerhalb von 48 Stunden verpflichtend einen PCR-Test veranlassen - und zwar auf eigene Kosten. Bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses ist die selbstüberwachte Quarantäne einzuhalten, wofür auch eine Unterkunftsbestätigung vorzulegen ist. Wird dieser Test nicht nachgeholt, bedeutet das eine Verwaltungsübertretung, die mit bis zu 1.450 Euro bestraft werde kann.

Als Staaten bzw. Gebiete mit einem erhöhten Covid-19-Risiko gelten Ägypten, Albanien, Bangladesch, Weißrussland (Belarus), Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, Iran, Kroatien, Kosovo, Mexiko, Moldau (Moldawien), Montenegro, Nigeria, Nordmazedonien, Pakistan, Peru, Philippinen, Portugal, Rumänien, Russische Föderation, Schweden, Senegal, Serbien, Spanien (mit Ausnahme der Kanaren), Südafrika, Türkei, Ukraine, Vereinigte Staaten und die Provinz Hubei (China).

BESCHRÄNKTE EINREISE - ANDERE GEBIETE:

Restriktionen gelten auch dann, wenn man aus einem Staat kommt, der nicht in die beiden oben genannten Gruppen (Risikogebiet oder sicherer Staat) fällt. Dann ist bei der Einreise ebenso ein PCR-Test vorzulegen. Dieser darf auch in diesen Fällen nicht älter als drei Tage sein. Kann dieses Attest nicht vorgelegt werden, ist ebenfalls eine 10-tägige Quarantäne anzutreten. Wenn währenddessen ein freiwillig durchgeführter PCR-Test negativ ist, kann die Quarantäne beendet werden. Eine Verpflichtung, einen solchen Test nachträglichen durchführen zu lassen, gibt es für diese Fälle aber nicht.

DRITTSTAATSANGEHÖRIGE

Für einreisende Drittstaatsangehörige ohne Wohnsitz gilt grundsätzlich ein Einreiseverbot, außer sie kommen aus dem Schengen-Raum und können einen negativen PCR-Test vorlegen, der ebenfalls nicht älter als drei Tage ist. Nach der Einreise haben diese Personen zusätzlich eine zehntägige (Heim-)Quarantäne anzutreten. Ein "Freitesten" aus der Quarantäne sei in diesem Fall nicht möglich. Für die Quarantäne ist eine Unterkunftsbestätigung vorzulegen; die Kosten dafür sind selbst zu tragen.

Ausnahmen vom Einreiseverbot gelten bei Drittstaatsangehörigen für Pflegepersonal, Saisonarbeitskräfte oder Diplomaten - sie können die zehntägige Quarantäne beenden, wenn ein währenddessen durchgeführter PCR-Test negativ ist. Keine Einschränkungen gibt es bei Staatsbesuchen und aus besonderen familiären Gründen - etwa Einreise von Lebenspartnern und -partnerinnen oder bei Anlässen wie Hochzeiten und Taufen. Die bloße Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp bleibt ohne Einschränkung möglich.

REISEWARNUNGEN

Unabhängig von den Einreisebestimmungen in der Verordnung des Gesundheitsministers hat das Außenministerium eine Reihe von Reisewarnungen der höchsten Stufe 6 erlassen, die mit der Corona-Pandemie in Zusammenhang stehen. Grundsätzlich rät das Außenministerium derzeit "dringend von allen nicht notwendigen" Auslandsreisen ab. Die Reisewarnungen des Außenministeriums sind unter hier abrufbar. Eine Reisewarnung stellt freilich kein Einreiseverbot dar, sondern ist eine Empfehlung des Außenministeriums.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (3)

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Helmut1964
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RISIKOGEBIET 6

Ich weiß nicht ob man lachen oder weinen soll wenn österreich einland mit niederer Ansteckungsrate zum Risikogebiet 6 erklärt. Statistisch gesehen wäre man zur Zeit im Risikogebiet 6 Portugal sicherer vor einer Ansteckung wie in Österreich.

freeman666
3
31
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Mit dem nun verpflichtenden Test

aus einem zertifizierten und von Österreich anerkannten Labor, ist nun jeder Kroatienrückkehrer sicherer als jeder Urlauber aus dem Inland, da Kroatien (zu spät aber doch) auch die Superspreaderclubs defacto verboten hat)
Und wer Urlaub fährt, kann (muss) sich den Test eben leisten.
Für die jugendlichen Partytiger (und Auslöser dieser obigen Maßnahme) eine Tragödie, aber da beginnt die Schule ohnehin bald wieder.

Hazel15
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Verpflichtenden Test

Den gibt es ab nun gratis zum Urlaub in Kroatien dazu. Den Test braucht ja nur jemand der aus Kroatien kommt, ich reise aber aus Slowenien ein.... Auch für die " jugendlichen Partytiger". Zu Ihrer Beruhigung, es gibt VIELE Jugendliche, die diesen Test locker leisten können (sollen davon manche arbeiten und auch gut verdienen). Und die anderen dürfen sich bei uns in der Schule munter gegenseitig anstecken, da es keine Maskenpflicht geben wird.