Hausbesitzer im Murtal sollten momentan besonders aufmerksam sein: Am Freitag kam es fast zeitgleich zu zwei versuchten Einbrüchen im Bezirk. „Die Täter haben versucht, in ein Einfamilienhaus in St. Marein-Feistritz einzusteigen, wurden dabei aber vom Besitzer gestört und sind geflüchtet“, erklärt Karl Boden, Leiter des Kriminalreferats im Murtal.
Ein weiterer Notruf ging kurz darauf ein: „In Knittelfeld wurde ebenso versucht einzubrechen, auch hier wurden die Täter aber gestört“, so Boden. Nachdem sich die Vorgangsweise der Täter ähnelt, geht man von der gleichen Gruppe aus. Eine Fahndung verlief negativ, „es gibt leider sehr wenige Hinweise, wir wissen nur, dass die Täter schwarz gekleidet waren.“
„Einbrecher flüchten lassen“
„Grundsätzlich kann man sagen, dass die Einbrüche mehr werden. Das ist aber ein bundesweiter Trend und trifft nicht spezifisch das Murtal“, erklärt Karl Boden. Siedlungsgebiete nahe einer Autobahn sind für Täter aufgrund der Fluchtmöglichkeiten besonders attraktiv. Meist wird versucht, über Fenster, Terrassentüren oder den Balkon einzubrechen. Dass die Hausbesitzer bei den konkreten Vorfällen daheim waren, dürfte Zufall gewesen sein: „Einbrecher sind üblicherweise scheu. Die Häuser waren finster, es war von außen nicht erkennbar, dass jemand daheim war“, schildert Karl Boden. Wichtig: „Kommt es zu einer Begegnung mit einem Einbrecher, sollte man sich ihm nie in den Weg stellen! Einfach flüchten lassen.“
Wahrnehmungen an Polizei melden
Als Reaktion auf die versuchten Einbrüche warnt die Gemeinde St. Marein-Feistritz auf ihrer Webseite und mahnt die Bewohner zu erhöhter Vorsicht. Auch die Polizei rät zu Wachsamkeit, Panik sei aber keine angebracht. Die Einbrüche „bewegen sich im normalen Rahmen“. „Gut ist aber, wenn die Leute aufmerksam sind und sich bei verdächtigen Wahrnehmungen unter 133 bei uns melden“, erklärt Boden.