Als singender Bestatter mit Opernstimme ist Gottfried Schindlbacher in der Obersteiermark seit vielen Jahren eine bekannte Persönlichkeit. Nun bringt der Gaaler mit rund 50 Mitwirkenden ein selbst geschriebenes Passionsspiel zur Aufführung. Und zwar dort, wo der Tod das ganze Jahr über gegenwärtig ist: in den Verabschiedungsräumen des Bestattungsinstituts Pax in Knittelfeld und Leoben. Insgesamt vier Aufführungen sind in der Karwoche geplant (siehe Infobox).
Gemeinsam mit Schwiegertochter Patricia hat Gottfried Schindlbacher, selbst ein gläubiger Christ, die „Pax Passion“ geschrieben. Man wolle dem Publikum eine „schauspielerische Ostermeditation“ bieten, so der Initiator.
Zahlreiche Rollen
Für die Aufführungen wurde bereits fleißig geprobt. Schindlbacher selbst spielt Jesus, auch seine Söhne Florian als Kajaphas und Johannes als Pontius Pilatus schlüpfen in Rollen. Ehefrau Sabine und Schwiegertochter Patricia übernehmen organisatorische Aufgaben. Manfred Steiner als Hauptmann wird Jesusdarsteller Gottfried Schindlbacher kreuzigen. Harald Gschaider aus Zeltweg spielt Petrus, sein Sohn Patrick übernimmt die Rolle des Judas.
Peter und Helene Führer bringen sich gemeinsam mit Mitgliedern des Perchtenvereins „Gaaler Zinkenteufel“ ein. Tischlermeister Gerd Adlpoller und seine Frau Verena sind ebenso dabei wie die Amtsleiterin der Gemeinde Gaal, Christiana Prutti. Sie übernimmt einen Teil der Regie. Pax-Manager Ingo Sternig und Teamleiter Christian Nesitka spielen ebenfalls mit. Mitarbeiter der Bestattungsfirma kümmern sich um die Technik.
Kein Eintritt
Die rund 50 Kostüme hat Schneiderin Gabi Führer angefertigt. Maske und Styling übernimmt Friseurmeisterin Gudrun Roth aus Zeltweg. Musikalisch bringt sich Geigerin Katrin Helebat ein. Alle Beteiligten stellen sich kostenlos zur Verfügung.
Der Eintritt zu den vier Aufführungen ist frei, jedoch sind für den Besuch Platzreservierungskarten notwendig. Diese sind bei den Pax-Standorten Knittelfeld und Leoben erhältlich. Besucherinnen und Besucher werden um freiwillige Spenden zugunsten der Palliativteams in Knittelfeld und Leoben gebeten. Aufgrund des erwarteten großen Interesses ist der Besuch nur mit Platzreservierung möglich.