Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

CoronavirusEpidemiekurve in Italien gibt leicht nach

Die Anzahl an Coronavirus-Neuerkrankungen geht in Italien zurück, dennoch dürfe man sich nicht "der Illusion hingeben, dass ein geringeres Wachstum der Infektionszahlen zu einer Auflockerung der Vorbeugungsmaßnahmen führen kann", sagt Silvio Brusaferro, Chef der nationalen Gesundheitsbehörde ISS.

In Bergamo sind besonders viele Menschen vom Coronavirus betroffen
In Bergamo sind besonders viele Menschen vom Coronavirus betroffen © AP
 

Der Anstieg bei der Zahl der Coronavirus-Fälle in Italien war zuletzt geringer als in den vergangenen Tagen. "Die Epidemiekurve gibt leicht nach", bestätigte der Chef der nationalen Gesundheitsbehörde ISS, Silvio Brusaferro, bei einer Pressekonferenz am Freitag in Rom.

"Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass ein geringeres Wachstum der Infektionszahlen zu einer Auflockerung der Vorbeugungsmaßnahmen führen kann. Wir sind mit einer Herausforderung konfrontiert, die man zusammen gewinnt", sagte Brusaferro. Es gebe klare Zeichen, dass die von der Regierung erlassenen Vorsichtsmaßnahmen greifen, daran müsse man sich strikt halten.

80 Prozent der Todesfälle über 70 Jahre alt

Der Experte betonte, dass die Mehrheit der Infizierten männlich und durchschnittlich über 60 Jahre alt sei. 80 Prozent der Todesopfer seien über 70 Jahre alt. Die Sterblichkeitsrate unter den Infizierten wachse bei zunehmendem Alter. 50 Prozent der Todesopfer waren von drei oder mehr Krankheiten bereits belastet.

Es gebe klare Unterschiede zwischen italienischen Regionen in Sachen Verbreitung der Epidemie. Dies bedeute jedoch nicht, dass in Regionen mit geringerer Infektionszahl die Vorbeugungsmaßnahmen aufgelockert werden können, sagte Brusaferro.

Massimo Galli, Direktor der Abteilung für Infektionskrankheiten des Mailänder Krankenhauses "Sacco", berichtete, dass sich das Coronavirus in der Lombardei bereits Ende Jänner verbreitet habe, also vier Wochen bevor die Epidemie in der Region explodiert sei. Das Coronavirus soll laut den Experten aus Bayern in die Lombardei gelangt sein. Mit über 8.000 Todesopfern ist Italien europaweit das von der Seuche am stärksten betroffene Land Europas.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren