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Schon weit über 500 AnzeigenAnzeigen nach "Coronapartys" in Tirol

Meist sind es Nachbarn, die die Partys von Jugendlichen in Wohnungen melden.

Sujetbild © Joshua Resnick - Fotolia
 

In der Nacht auf Donnerstag hat die Polizei in Wörgl wegen Verstoßes gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz eine sogenannte "Coronaparty" beendet. Gegen 0.30 Uhr wurde die Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass mehrere Personen eine Party feiern. In der Wohnung hielten sich schließlich vier 15- bis 20-Jährige auf, die außerdem noch Cannabis konsumierten.

Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden außer einer kleinen Menge Cannabis zwei CO2-Pistolen sichergestellt. Bei einem 38-Jährigen Mitbewohner, gegen den bereits ein Waffenverbot bestand, wurden zudem ein Butterflymesser, drei Kampfmesser, zwei Schwerter, zwei Wurfsterne, ein Luftdruckgewehr, zwei CO2-Pistolen, ein CO2-Revolver und Munition sichergestellt. Er wird bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.

Kein Einzelfall

Die Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Covid19-Maßnahmengesetz steigen in Tirol "kontinuierlich" an, sagte Polizeipressesprecher Manfred Dummer am Donnerstag im APA-Gespräch. Bis Montag lagen 573 Anzeigen vor, die aktuellen Zahlen werden erst wieder am Montag veröffentlicht. Auch sogenannte "Coronaparties" werden in Tirol gefeiert, die könne man aber an einer Hand abzählen, meinte Dummer.

Diese Partys werden meist dann der Polizei bekannt, weil Nachbarn dies melden würden. Hier werde dann auch "rigoros" eingeschritten. Zum größten Teil erfolgen die Anzeigen aber wegen Gruppenbildungen, dem Nichteinhalten des Mindestabstandes zwischen Personen oder weil trotz der Ausgangssperre noch Freizeitaktivitäten unternommen werden. In Innsbruck war es auch zu "einigen Festnahmen" gekommen, weil sich Menschen widersetzten, sagte Dummer. "95 Prozent der Tiroler reagieren aber vernünftig", berichtete er.

Zudem werde das erlaubte Spazierengehen noch von einigen "weit interpretiert". Man dürfe sich zwar im Nahbereich der Wohnung die Füße vertreten, Wanderungen seien aber untersagt. Ebenso werde kontrolliert, ob sich Radfahrer etwa nur auf dem Weg zur Arbeit oder in den Supermarkt befinden oder doch eine Radtour unternehmen. Hier gäbe es immer wieder Aufklärungsbedarf, sagte Dummer.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

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Gelernter Ösi
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Noch bedenklicher ist

dass in diesem Land Menschen ernsthaft die Obrigkeit fragen, ob sie sich beim Spazierengehen hinsetzen dürfen! Ob sie mit dem Auto aus der Stadt hinaus dürfen, um einen Spaziergang zu machen! Oida, was für ein Land ist das! Wahrscheinlich würden sie hierzulande auch noch die Klopapierverbrauchskontrolle mit Freude begrüßen.

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aktivearbeitslose
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Viel größer ist die Gefahr

sich in der Arbeit anzustecken.

Aber für Produktionsbetriebe gibt es bislang noch gar keine Verordnung ... !!!

Warum wird diese eklatante Ungleichheit und Unverhältnismäßigkeit ÜBERHAUPT NICHT thematisiert?

Sollten Maßnahmen sich nicht auf jene Bereiche konzentrieren, die etwas bringen? Das ist nämlich auch in der Verfassung so festgeschrieben!

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aktivearbeitslose
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Vor allem

bringt das im Kampf gegen das Virus gar nichts!

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PiJo
9
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Bedenkliche Einstellung

Einige wenige begreifen diese Situation noch immer nicht.
Wer in unserem Land nicht leben will braucht ja nicht hierbleiben.

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Stratusin
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Grundsätzlich haben sie Recht,

situationsbedingt leider nein. Momentan nimmt keiner einen Össi auf!😀😀

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sugarless
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Sofortstrafen

Warum Anzeigen mit nachfolgenden langen Verwaltungsstrafverfahren und zweimaligen Berufungsmöglichkeiten. Irgendeine Geldstrafe im Jahr 2021 kümmert niemanden. Sofortstrafen wegen Gefahr im Verzug

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uomo23
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Der...

... Tiroler ist halt ein Sturschädl. Zuerst Ischgl und jetzt die Corona Partys. Die lernen es nie.
Aber auch in der Stmk gibt es leider einige Ausreißer, siehe Hirschmann.

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janoschfreak
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Wie jetzt?

Haben es die Tirolerinnen und Tiroler immer noch nicht kapiert? Ich fasse es nicht.

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brosinor
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Anzeige, aha....

.....die wandert dann in Zeiten wie diesen in den Papierkorb oder noch besser werden als Klopapier verwendet.
Sofort hohe Geldstrafe! Das ist das einzige was eventuell wirkt!
Aber da ist unsere Rechtsprechung viel zu lax und zu lieb!

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Marg160
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Geldstrafen unwirksam

Ich persönlich würde diese Personen ganz anders „Strafen“
Und zwar sollte sie in den Krankenhäusern, bei der Rettung helfen, auch ältere Menschen Lebensmittel vorbeibringen oder für die Wiederholungstäter noch ärgere Maßnahmen in diese Richtung treffen

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tomtitan
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"... ältere Menschen Lebensmittel vorbeibringen... " - keine gute Idee - so "verantwortungsbewusst" wie die sind

stecken diese Dumpfbacken sie auch noch an...

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100Hallo
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Strafen

Sie sind für hohe Geldstrafen. Und wenn die nicht zahlen können, was machen Sie dann? Einsperren? Ausländer enthaften damit Österreicher Platz haben.

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