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Mehr als 10.000 VerkäufeElektro-Porsche Taycan gefragter als erwartet

Der deutsche Sportwagenbauer Porsche kommt mit seinem neuen Elektromodell Taycan bei den Kunden besser an als erwartet. Mehr als 10.000 feste Verträge sind unterzeichnet.

Der rein elektrische Porsche Taycan © PORSCHE
 

Der deutsche Sportwagenbauer Porsche kommt mit seinem neuen Elektromodell Taycan bei den Kunden besser an als erwartet. "Aktuell liegen wir bei mehr als 10.000 festen Verträgen - Tendenz kontinuierlich steigend. Diese Zahl liegt deutlich über unseren Erwartungen", sagte Porsche-Chef Oliver Blume in einem am Mittwoch im "Handelsblatt" veröffentlichten Interview.

Jetzt werde die Produktion hochgefahren. Noch heuer würden die ersten Händler in den USA planmäßig mit dem Taycan beliefert. "2020 werden es dann über 20.000 Fahrzeuge sein. Mehr, als wir ursprünglich geplant hatten", fügte Blume hinzu.

Modellvorstellung: Porsche Taycan

Er ist auf den allerersten Blick als Porsche zu erkennen. Und doch ist beim Taycan alles anders – schließlich ist er das erste rein elektrische Modell aus Zuffenhausen. So ganz will man sich vom Verbrennungsmotor gedanklich allerdings nicht verabschieden: Denn der Taycan trägt je nach Leistung den Beinamen Turbo beziehungsweise Turbo S – obwohl der elektrische Antriebsstrang keine Abgasturbine aus der Nähe gesehen hat.

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Sei's drum: Die Topversion spult bis zu 560 kW (761 PS) ab und schnepft damit in wahrhaft atemberaubenden 2,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Strapaziert man das nicht allzu oft, soll die Reichweite nach dem realitätsnäheren WLTP-Zyklus bis zu 421 Kilometer.

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Der Turbo ohne S mobilisiert maximal auch nicht gerade schmale 500 kW (680 PS), lässt sich beim Standardsprint vier Zehntel länger Zeit und hat einen Aktionsradius von bestenfalls 450 Kilometern. Beide legen einen Topspeed von 260 km/h auf.

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Dahinter stecken jeweils zwei E-Motoren, eine an Vorder- und Hinterachse, was folgerichtig Allradantrieb ergibt. Ungewöhnlich: An der Hinterachse ist ein Zwei-Gang-Getriebe: Der erste ist kürzer übersetzt und sorgt für brachiale Beschleunigung, der länger gestufte zweite hat ein Auge auf die Effizienz. Die Rekuperationsleistung des Antriebs ist mit bis zu 265 kW beachtlich.

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Geladen wird die 93,4-kWh-Batterie natürlich auch über die Steckdose – und zwar erstmals mit einer Systemspannung von 800 Volt. Sollte man eine Säule finden, die so viel Saft hergibt. Jedenfalls wären mit Gleichstrom in gut fünf Minuten Energie für bis zu 100 Kilometer Reichweite nachgeladen. Natürlich verdaut der Taycan auch Wechselstrom in niedrigeren Dosen.

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In Sachen Fahrwerk hat Porsche die volle Musik aufgefahren: Die integrierte Fahrwerkregelung analysiert und synchronisiert alle Systeme in Echtzeit. Dazu zählen eine adaptive Luftfederung inklusive elektronischer Dämpferregelung sowie eine elektromechanische Wankstabilisierung inklusive Torque Vectoring.

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Der Taycan Turbo S kostet ab 189.702, der Taycan Turbo ab 156.153 Euro. Varianten mit weniger Leistung sollen noch in diesem Jahr vorgestellt werden.

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Das Cockpit wird geziert von digitalen Instrumenten, das einzige analoge Instrument ist die Uhr auf dem Armaturenbrett, die passenderweise 9:11 anzeigt. Und was natürlich in keinem Porsche fehlen darf: Die Starttaste sitzt links hinter dem Lenkrad. Das Kombiinstrument ersetzt die Rundinstrumente und besteht aus einem gebogenen, 16,8 Zoll großen Bildschirm. Der zentrale 10,9 Zoll große Bildschirm und ein weiteres, optionales Display für den Beifahrer sind zu einem Glasband zusammengefasst.

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In der ansteigenden Mittelkonsole ist ein 8,4 Zoll großes Touch-Bedienfeld mit haptischem Feedback integriert, mit dem sich die Klimatisierung einstellen und Adressen für die Navigation handschriftlich eingeben lassen. Während das Lenkrad konventionell ausfällt, ersetzt ein „ Fahrtrichtungsschalter“, wie Porsche das so schön nennt, den klassischen Wählhebel. Und sogar die Lüftungsdüsen haben die Zuffenhausener elektrifiziert, mechanische Lamellen gehören der Vergangenheit an.

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In so genannten „Fußgaragen“ – Aussparungen in der Batterie im hinteren Fußraum – sorgen für guten Sitzkomfort im Fond angesichts der Coupéform. Das vordere Kofferraumabteil fasst 81, das hintere 366 Liter.

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Trotz der kostspieligen Einführung der Elektromobilität hält Blume an seinen Renditezielen fest. Bis 2025 will die Volkswagen-Tochter sechs Milliarden Euro Ergebnisverbesserung kumuliert erreichen. "Danach mehr als zwei Milliarden Euro jährlich an Ergebnisabsicherung. Wir sind in diesem Jahr gut vorangekommen und sehr zuversichtlich, diese Ziele zu erreichen."

Den US-Rivalen Tesla fürchtet Blume nicht und sieht dessen Pläne zum Bau einer Fabrik in Berlin nicht als Kampfansage an die deutsche Autoindustrie. "Es ist toll für den Arbeitsmarkt in Deutschland, wenn wir ausländische Investoren gewinnen. Jeder Wettbewerb macht uns selbst noch besser", so Blume. Tesla will mit dem Bau der neuen E-Auto-Fabrik nahe Berlin nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung im Frühjahr 2020 beginnen.

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uno01
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450km zum lachen

Die Kiste schafft nach einen Test nicht Mal die vorgegeben Kilometer. Aber das ist doch ä klar bei deutsche Hersteller Angaben. Laut Test nur 320km zurück gelegt. Schafft jeder Tesla mehr!

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scaramango
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Der Taycan ist derzeit das wirklich...

.... einzige Elektroauto, für den die Bezeichnung "Sportwagen" tatsächlich passt.

Der Tesla ist nett & teuer (Model S ab 103.000,-), aber ein Amerikaner, mit allen verarbeitungstechnischen Macken. Wenn ich schon rund 100.000,- € für ein Fahrzeug ausgebe, dann möchte ich nicht, dass sich die Dichtung in den Türen nach nicht einmal einem Jahr löst oder die Verarbeitungsnähte im Kofferraumdeckel aussehen wie die Fisch-Konservenbüchsen....

Der Taycan ist Porsche, in der Qualität und Leistung von A bis Z, ohne Kompromisse!

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scionescio
5
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@scaramango: Du hast da natürlich absolut Recht ...

weil der Tesla ein völlig überteuerter Blender für naive Angeber ist, die gerne am Stammtisch mit Fantasiewerten prallen (Beschleunigung, Leistung, Reichweite), die in der Realität niemals zu erzielen sind - im Gegensatz zum Porsche, der in der Lage ist, seine Leistung dauerhaft zu erbringen und zB doppelt so gut rekuperiert.
Trotzdem muss man sich kritisch fragen, wozu dieser Planet so ein Fahrzeug braucht- um das Klima zu retten, sicherlich nicht ...

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peterpia
2
7
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scionescio's problemchen

ist, das immer weniger Leute auf seine Ergüsse reagieren! Dieses oberkluge Gefassel und die pauschalen Verunglimpfungen von Andersdenkenden sind eines Forums dieser Zeitung unwürdig.
Übrigens: In Wien werden in den kommenden 2 Wochen 700 Tesla 3 an Kunden ausgeliefert - sicher alles Volltrottel!

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scionescio
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@Peterle: Ich spreche für gewöhnlich von naiven Angebern, Pischetsrieder spricht von Menschen, die ein sinnloses Statement setzen wollen - die Volltrotteln stammen von dir ...

Man muss wirklich ein fanatischer Fanboy sein, wenn man glaubt, damit beeindrucken zu können, dass Blindbesteller nach 4 Jahren ein Auto erhalten, dass nebenbei noch doppelt so viel kostet, wie ursprünglich versprochen - aber dafür macht der Blinker Furzgeräusche beim Abbiegen.
Der Store in Wien hat übrigens dichtgemacht ... da scheint das Geld auszugehen!

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