„Ich freue mich auf die Entdeckung von Texten, das Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen und hoffe auch, dass wir uns ein bisschen neu erfinden. Das ist ja das Geheimnis des Bachmannwettbewerbs, dass alles gleichbleibt und alles ganz anders wird“, sagt Insa Wilke. Die deutsche Literaturkritikerin (u.a. Süddeutsche Zeitung) folgt als Jurysprecherin auf Klaus Kastberger, der sich zurückzieht. Wilke war bereits von 2021 bis 2023 Jurysprecherin in der Nachfolge von Hubert Winkels. 2023 hatte Wilke den Juryvorsitz freiwillig zurückgelegt und die Jury auch auf eigenen Wunsch verlassen. „Ich habe aufgehört, weil ich davon überzeugt bin, dass ein Wechsel in Jurys von Zeit zu Zeit notwendig ist.“
Vorsitz künftig drei Jahre
Das sieht man auch im ORF Kärnten, Veranstalter des Bewerbs, so. Landesdirektorin Karin Bernhard: „Der Juryvorsitz ist in Zukunft auf drei Jahre begrenzt. Jurorinnen und Juroren verbleiben vier Jahre in der Bachmann-Jury und haben die Option, um zwei weitere Jahre zu verlängern. Es wird sich also in der Jury schon noch einiges tun und das wird auch dem Bachmannpreis guttun.“ Umgekehrt besteht damit auch die Möglichkeit für jeden Juror und jede Jurorin, nach einer Pause wieder in die Klagenfurter Jury zurückzukehren.
Wechsel in der Organisation
Einen Wechsel hat es auch bei der Organisation des Preises gegeben: ORF-Kärnten-Redakteurin Barbara Frank hat von Horst Ebner die Organisation des traditionsreichen Wettlesens übernommen, das heuer den 50. Geburtstag gefeiert hat. Stattfinden werden die nächsten „Tage der deutschsprachigen Literatur“ rund um den Bachmannpreis von 23. bis 27. Juni 2027 in Klagenfurt.