Nach dem Großbrand im Feuerwehrhaus der FF Lieserhofen ist nun die Brandursache geklärt. „Ein eingebautes Tablet in einem Feuerwehrauto war der Auslöser“, erklärt Polizeisprecher Werner Pucher. „Bei dem eingebauten Computer kam es zu einem elektrischen Defekt im Zuge eines Ladevorganges,“ ergänzt er.
Die Folgen waren dramatisch: Ein Feuer hatte das Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Lieserhofen und beide Einsatzfahrzeuge zerstört – alle Feuerwehrautos waren praktisch neu. Vom Feuerwehrstützpunkt des Kärntner Ortes in der Gemeinde Seeboden am Millstätter See war nach dem Brand am Dienstagvormittag nichts mehr Brauchbares übrig geblieben, obwohl die Feuerwehrleute binnen weniger Minuten beim Rüsthaus waren.
In kürzester Zeit stand das Feuerwehrhaus jedoch in Vollbrand, kilometerweit war die Rauchsäule zu sehen. Aufgrund mehrerer Explosionen sowie der im Gebäude gelagerten Gas- und Sauerstoffflaschen musste der Gefahrenbereich großräumig abgesperrt werden. Am Ende waren 120 Feuerwehrleute aus dem gesamten Umkreis vor Ort und halfen beim Löschen. Allein die Fahrzeuge hatten einen Neuwert von 700.000 Euro, dazu kommt die gesamte Ausrüstung und die Gerätschaft. Der Schaden wird wohl in Millionenhöhe gehen.
Im Polizeibericht zu der Brandursache heißt es wörtlich: „Es konnte ein elektrischer Defekt bei einem in einem Tanklöschfahrzeug eingebauten Einsatzmittel im Zuge des Ladevorganges als Brandursache ermittelt werden. Dieses Einsatzmittel war in der Fahrerkabine des Feuerwehrlöschfahrzeuges eingebaut.“ Laut Polizei handelt es sich bei dem Einsatzmittel eben um ein Tablet, das unter anderem Einsatzkarten und Anfahrtswege anzeigt.
„Für andere Zündquellen, sowohl objektiver als auch subjektiver Art, konnten zum Zeitpunkt der Ermittlungen keine Hinweise festgestellt werden“, hält die Polizei fest.
Die heiklen Erhebungen wurden von Beamten des Landeskriminalamtes Kärnten in Zusammenarbeit mit der Brandverhütungsstelle Kärnten und der Kriminaltechnik Wien gemeinsam geführt. Die Ermittlungen gelten nun als abgeschlossen.