Sabine Payer beendet ihre Karriere! Die erfolgreichste österreichische Alpin-Boarderin der Weltcupgeschichte tritt zurück – mit einer beeindruckenden Bilanz: 21 Weltcupsiege (13 im Einzel, 8 im Team), zwei kleine Team-Kristallkugeln, drei WM-Medaillen und als feierlichen Abschluss Olympia-Silber im Parallelriesentorlauf in Mailand-Cortina 2026 stehen auf dem Konto der Kärntnerin.

„Die Olympischen Spiele mit dem Gewinn der Silbermedaille waren ein unglaublich schönes Happy-End und ein cooler Abschluss einer genialen Zeit, in der ich viel erleben durfte. Ich war schon froh, dass ich bei meiner Vorgeschichte in Livigno tatsächlich am Start gestanden bin. Umso schöner war es dann, Silber zu gewinnen und die Gratulationen vieler Konkurrentinnen entgegenzunehmen, die sich mit mir mitgefreut haben. Es ist keine einfache Entscheidung, die Karriere zu beenden. Natürlich ist auch etwas Wehmut dabei, aber es ist nach 16 Saisonen im Weltcup der richtige Zeitpunkt und fühlt sich auch richtig an“, erklärt Sabine Payer.

Doch wurden die Olympischen Spiel auch zur Prüfung für Payer. 2018 hatte sie sich für die Spiele in Pyeongchang qualifiziert, zog sich jedoch im letzten Rennen vor der Abreise eine schwere Verletzung zu (Wadenbeinbruch, komplexer Syndesmosebandriss) und musste den Start in Südkorea absagen. Auch 2022 blieb ihr das Olympia-Debüt verwehrt: Payer war bereits nach Peking (CHN) gereist, musste dort aber wegen eines positiven Corona-Tests in Quarantäne – und verpasste so auch dieses Rennen.

„Es war nicht immer einfach, nach Verletzungen und Rückschlägen wieder in die Spur zu finden – das hat viel Energie gekostet. Aber der Sport hat mir auch sehr viel zurückgegeben. Ich denke da an die Heimrennen auf der Simonhöhe, wo ich vier Weltcupsiege feiern durfte“, erklärt sie. Insgesamt feierte Payer 21 Weltcupsiege und stand 49-mal auf dem Podium der höchsten Kategorie (Einzel: 13-mal Gold, 13-mal Silber, 11-mal Bronze; Team: 8-mal Gold, 3-mal Silber, 1-mal Bronze). Trotz mancher verletzungsbedingter Rückschläge bewies die Kärntnerin dabei bemerkenswerte Konstanz: In zwölf Saisonen seit dem Winter 2014/15 schaffte sie es elfmal unter die besten zehn im Gesamtweltcup, ihre besten Ergebnisse waren vier dritte Plätze in der Gesamtwertung. Die kleine Kristallkugel im Team holte sie gleich zweimal – 2021/22 an der Seite von Alexander Payer, mit dem sie seit Juli 2024 verheiratet ist, und 2023/24 gemeinsam mit Andreas Prommegger.