Die Kärntner Landesregierung beschloss in der Regierungssitzung am Dienstag 14 Bauinvestitionen, wie Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) nach der Regierungssitzung bekannt gab. Insgesamt würden im gesamten heurigen Jahr von der öffentlichen Hand 557 Millionen Euro in Bauprojekte fließen – vom Wohnbau über den Straßen- und Brückenbau bis hin zur Wildbach- und Lawinenverbauung – sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP).
„Diese Investitionen durch die öffentliche Hand stärken die Wirtschaft, stärken den Standort und schaffen Arbeitsplätze“, sagte Fellner, der sich auch aufgrund der aktuellen Arbeitslosenzahlen, die in Kärnten rückläufig sind und mit 7,2 Prozent nunmehr unter dem Österreichschnitt von 7,5 Prozent liegen, „euphorisch“ zeigte.
Während Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig (SPÖ) das umfangreiche Programm im sozialen Wohnbau vorstellte, präsentierte Gruber Details zum Brücken- und Radwegebau in Kärnten. „Heuer investieren wir rund sieben Millionen Euro in den Brückenbau“, sagte Gruber. Allein die Hälfte des Geldes fließt in die Neuerrichtung der Möllbrücke Stampfen an der B107 Großglockner Straße. 1,2 Millionen Euro kostet die Instandsetzung der Hangbrücke Untere Kehre an der B91 am Loiblpass. Dort sollen die Bauarbeiten im Herbst starten.
Eigene Brückenabteilung
In Kärnten arbeiten Mitarbeiter einer eigenen Brückeneinheit daran, die Bauten regelmäßig genau zu untersuchen und deren Zustand zu bewerten sowie im Bedarfsfall Maßnahmen zu erarbeiten. Gruber: „Das ist keine kleine Herausforderung, wenn man bedenkt, dass sich in Kärnten über 1900 Brücken und über 3000 Stützbauwerke in der Zuständigkeit des Landes befinden.“ Zusätzlich umfasst das überregionale Radwegenetz rund 350 Brückenobjekte. In den Radwegebau werden etwa sechs Millionen Euro investiert.