Ein Abstieg bedeutet für einen Klub und die Menschen, die dort werken, so viel mehr, als sportlichen Niedergang. Er ist mit immensen budgetären Verlusten verbunden, was auch für Mitarbeiter jobbedrohend ist. Nicht nur für Teilzeitkräfte, die etwa am Spieltag beschäftigt werden, auch für die fixen Angestellten in der Geschäftsstelle. Auch wenn das WAC-Team klein ist, jeder mehrere Funktionen gleichzeitig bekleidet, kann sich nicht jeder automatisch sicher sein, seine Arbeit auch im Abstiegsfall fix zu behalten.

Doch das ist Zukunftsmusik, die am besten sowieso – und zwar im Fall des Klassenerhalts – schnell verhallt. Dennoch bleibt die Frage, wie es weitergehen soll, auch mit welchen Spielern. Der Klub hat zahlreiche Akteure zumindest bis 2027 mit Verträgen ausgestattet, wird auch bei Millwall-Leihspieler Thierno Ballo noch einmal kassieren und wohl auch Keeper Nik Polster für gutes Geld verabschieden (müssen). Ohne Vertrag über den 30. Juni hinaus stehen aktuell Kapitän Dominik Baumgartner sowie die Routiniers Simon Piesinger, Markus Pink und Alessandro Schöpf da. Aber auch die Stürmer Angelo Gattermayer und David Atanga, bei denen nicht viel auf Verbleib hindeutet. Frankfurt-Leihgabe Jessic Ngankam ist dann auch wieder weg, eventuell könnte Köln-Leihspieler Emin Kujovic länger bleiben, so Trainer Thomas Silberberger mit dem Liebling von Vorgänger Ismail Atalan plant.

„Im Moment wird nicht gesprochen, das ist richtig“, sagt Baumgartner, der sich noch einen Anlauf im Ausland als Plan B vorstellen könnte. „Dass ich mich in Wolfsberg wohlfühle, weiß aber auch jeder“, sagte er bereits zu einem früheren Saisonzeitpunkt. „Jetzt ist einmal wichtig, dass der Klub weiß, wie es sportlich weitergeht, wir müssen einmal alles dafür tun, oben zu bleiben“, sagt Pink, der sich einen Verbleib aber wohl auch in Liga zwei vorstellen könnte. Weil viele Verträge auch Zweitliga-Gültigkeit haben, müsste in dem Fall auch abgewogen werden, wie das Gehaltsgefüge aussehen bzw. wo man im Wechselfall gute Einnahmen lukrieren könnte.

In Altach braucht es wieder dringend Punkte

Sportlich steht am Montag eines von noch drei Finalspielen an, das wissen alle. „Mein Tor gegen den GAK hat schon echt gutgetan, nicht nur mir, dem ganzen Team. In Altach kommt es wieder auf jeden Einzelnen an, ihre kompakte Defensive zu brechen. Wir haben ein immenses Feuer in der Mannschaft“, sagt Pink. Nach dem 1:0 gegen den GAK zuletzt weiß Baumgartner aber auch: „Wir wissen, dass wir keinen Millimeter nachlassen dürfen, die Lage ist ernst.“