Mit einem einstimmigen Beschluss wurde Siegfried Ronacher im Rahmen der Gemeindeparteisitzung als Bürgermeisterkandidat für die Wahlen im nächsten Jahr nominiert. Die SPÖ Hermagor setzt damit auf Erfahrung, schließlich stand er der Stadtgemeinde von 2011 bis 2021 erfolgreich als Bürgermeister vor. Ronacher begründet seine Entscheidung mit vielen Rückmeldungen seitens der Bevölkerung: „Ich habe in den vergangenen Jahren immer stärker gespürt, dass in unserer Gemeinde etwas fehlt. Viele Bürgerinnen und Bürger haben von einem Stillstand gesprochen. Diesen Eindruck teile ich.“ Für ihn war klar, dass es frischen Wind braucht, um Hermagor nach vorne zu bringen. „Verändern kann man allerdings nur etwas, wenn man Verantwortung übernimmt“, so Ronacher.
Er legt in seiner Antrittsrede beim Kinder- und Familienfest am 1. Mai dar, dass der Wille der Bevölkerung wieder mehr Gehör in der Gemeindepolitik finden soll. Seine politische Pause habe ihm neue Perspektiven eröffnet. „Wenn man gestaltet und arbeitet, macht man auch Fehler. Gleichzeitig ist mir klar geworden, dass Nichtstun oft die schlechteste Alternative ist. Genau das darf in Hermagor nicht länger passieren.“ Für die kommenden Monate kündigt Ronacher an, vor allem zuzuhören. „Wir wollen mit offenen Ohren durch die Gemeinde gehen und die Anliegen der Menschen aufnehmen.“
Der amtierende Bürgermeister von Hermagor, Leopold Astner (ÖVP), gab vor zwei Wochen offiziell bekannt, dass er wieder ins Rennen gehen werde.