Große Investitionsfreudigkeit und dennoch schwarze Zahlen zeichnet die Gemeindepolitik Hermagors aus. Dienstagabend beschloss der Gemeinderat einstimmig die Jahresrechnung 2025. Darin weist die Stadtgemeinde Hermagor Pressegger See mit einem Überschuss von rund 818.000 Euro im Ergebnishaushalt eine höchst erfolgreiche Bilanz aus. Finanzreferent und Bürgermeister Leopold Astner (ÖVP): „Dieser außerordentlich gute Rechnungsabschluss war nur aufgrund einer effektiven Haushaltsführung und gleichzeitig hoher gemeindeeigener Einnahmen möglich. Der Dank gilt daher insbesondere den heimischen Betrieben, die entscheidend zu diesem Ergebnis beigetragen haben.“
So stiegen die Ertragsanteile von Seiten des Bundes spürbar, primär aber die gemeindeeigene Kommunalsteuer. Mit einem Plus von 320.000 Euro gegenüber dem Voranschlag überstieg sie erstmals die Summe von drei Millionen Euro. „Diese Entwicklung unterstreicht die positive wirtschaftliche Entwicklung in unserer Gemeinde, dank der guten Auftragslage floriert die Wirtschaft“, sagt Astner, der dafür bekannt ist, jedwede Fördermöglichkeiten voll auszuschöpfen.
Lob gab es von der Gemeindeaufsicht
Im Gösseringgraben wurde der Stadtgemeinde der Bau einer knapp eine Million teuren Fischaufstiegshilfe vorgeschrieben, Astner lukrierte dafür 98 Prozent an Förderungen und hielt die Gemeinde so gut wie schadlos. Von der Gemeindeaufsicht gab es Lob für die Haushaltsführung 2025, weil trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine hohe Eigenfinanzierungskraft im Ausmaß von 500.000 Euro erzielt werden konnte. Der Überschuss aus 2025 wird bereits heuer für wichtige Investitionen genutzt.
Größter Brocken ist die Sanierung der Volksschule Egg mit einem Kostenaufwand von etwa 2,5 Millionen Euro. „Die Sanierung und der Neubau eines Turnsaales soll in zwei Stufen erfolgen, heuer wird mit der Sanierung, die mit rund 1,4 Millionen Euro veranschlagt ist, begonnen“, kündigt der Finanzreferent an. Die Details in Sachen Turnsaal-Neubau werden aktuell mit dem Land noch verhandelt. Die Sanierungsoffensive in Sachen Gemeindestraßen wird fortgesetzt. Vom Gemeinderat wurden in dem Zusammenhang mehrere Aufträge in der Gesamthöhe von rund einer halben Million Euro genehmigt. Der Jahresabschluss 2025 wurde diskussionslos, aber einhellig beschlossen. Einstimmigkeit gab es auch bei allen anderen Beschlüssen.