Während sich die Situation nach dem Waldbrand im Lesachtal von Tag zu Tag ein wenig entspannt, läuft die Suche nach der Brandursache auf Hochtouren. Die Ermittler des Landeskriminalamtes dürften bereits erste konkrete Spuren haben. Es wurden bereits Personen einvernommen, weitere Einvernahmen folgen, so Werner Pucher, Sprecher der Landespolizeidirektion. Weitere Informationen gibt es derzeit nicht, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
„Waren als erste am Brandort“
Ziemlich sicher ist hingegen, dass das Feuer an einer einzigen Stelle ausgebrochen ist und sich von dort auf letztlich rund 110 Hektar ausgebreitet hat. Eine Wahrnehmung, die Gerd Guggenberger, Einsatzleiter sowie Kommandant der FF St. Lorenzen und stellvertretender Bezirksfeuerwehrkommandant von Hermagor, bestätigen kann. „Wir waren am Donnerstagabend als erste am Brandort.“ Der war rund 300 Meter westlich der Ortschaft Xaveriberg in etwa 1260 Metern Seehöhe, so Guggenberger. Durch Wind und Funkenflug hat sich das Feuer dann rasend schnell ausgebreitet.
Diese Umstände deuten wiederum darauf hin, dass der Brand durch keine natürliche Ursache ausgelöst wurde. Im Lesachtal hält sich seit Tagen das Gerücht – zu dem es bisher aber noch keine offizielle Bestätigung gibt – dass der Ausgangspunkt für den Brand in jenem Bereich war, in dem eine Firma wenige Tage zuvor Bäume gepflanzt hat. Und das war eben nahe des Ortes Xaveriberg. Möglicherweise sind weggeworfene Zigaretten der Auslöser. Ein Ergebnis der Brandermittlungen könnte bereits Anfang nächster Woche vorliegen.
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ist „derzeit nur im Journaldienst mit dem Fall befasst“, sagt ihr Sprecher Markus Kitz. Ermittelt wird gegen unbekannte Täter wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst.