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Seit März fast verdreifacht1000 US-Dollar: Aktienkurs von Tesla durchbricht Schallmauer

Die Aktien von Tesla haben am Mittwoch erstmals seit dem Börsengang vor zehn Jahren die 1000-Dollar-Marke geknackt.

© (c) AFP (ADRIAN DENNIS)
 

Der Kurs des US-Herstellers von Elektroautos schnellte am Mittwoch um bis zu 7,5 Prozent auf knapp 1012 US-Dollar nach oben. Seit dem Absturz der Tesla-Aktie im Sog des weltweiten Corona-Börsencrashs bis auf 350 Dollar Mitte März hat sich der Kurs nun fast verdreifacht.

Damit wird das Unternehmen des umtriebigen Konzernchefs und Großaktionärs Elon Musk an der Börse aktuell mit rund 187 Milliarden Dollar oder umgerechnet rund 165 Milliarden Euro bewertet. Zum Vergleich: Die drei deutschen Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen bringen es zusammen auf knapp 156 Milliarden Euro.

Kurstreiber war an diesem Mittwoch eine E-Mail von Musk an die Mitarbeiter, in der dieser die Massenproduktion elektrisch betriebener Sattelzug-Zugmaschinen in Aussicht stellte. In der Fabrik im Bundesstaat Nevada sollen demnach die Batterien und der Elektroantrieb für diese Fahrzeuge gefertigt werden.

Zahltag für den Chef - so profitiert Musk

So richtig in Schwung gekommen war die Kurs-Rally im Oktober. Damals überraschten die Kalifornier mit einem Quartalsgewinn. Viele Experten hatten dem Konzern dies angesichts hoher Kosten für die Expansion nicht zugetraut. Zuletzt verbuchte das Unternehmen dann mit dem dritten Quartalsgewinn in Folge seine bislang längste Strecke der Profitabilität seit der Gründung 2003.

Die Erfolgsserie bescherte jüngst auch Konzernchef Musk, der die Tesla-Expansion mit der geplanten Gigafabrik in Brandenburg bei Berlin vorantreibt, einen großen Zahltag. Der Starunternehmer hatte sich die hunderte Millionen Dollar schwere erste Tranche eines hoch dotierten langfristigen Vergütungsplans verdient, der an das Erreichen bestimmter Zielmarken etwa beim Börsenwert oder bei der Umsatzentwicklung gekoppelt ist.

Kommentare (5)

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scionescio
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Kürzlich ist ein Model 3 mit aktiviertem Autopilot kerzengerade in einen umgestürzten, auf der Autobahn liegenden Sattelschkepper gerast ...

... der Fahrer hat diesmal ausnahmsweise überlebt, weil der Sattelschlepper Salat geladen hatte und die Ladung anscheinend den Aufprall gedämpft hat. Durch die minderwertigen verbauten Sensoren und das Fehlen von LIDAR Sensorik kann Tesla ganz schwer und nur sehr unzuverlässig statische Hindernisse erkennen - diesmal hat die weiße Plane ausgereicht, dass der Autopilot, einen ganzen Sattelschlepper übersehen hat... dass Teslas heuer noch wie angekündigt als autonomes Taxi verwendet werden können, glauben mittlerweile ja nicht einmal mehr die fanatischen Fanboys.
Der Börsenkurs von Tesla hat auf diese Nachricht mit einem Plus von ein paar Prozenten reagiert.
Man muss Musk zugutehalten, dass er es ähnlich wie Trump geschafft hat, so ziemlich alle schlichten Gemüter in der Bevölkerung mit ein paar Tweets für seine Zwecke zu mobilisieren und die naiven Angeber unter ihnen zum Kauf seiner völlig überteuerten und lebensgefährlichen Sondermüllbomben zu animieren - aber bisher ist noch jede Blase geplatzt und die Teslafahrer sind ja eh mit ihren schleichenden Verzichtserklärungen gestraft genug;-)

helmutmayr
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Auch für Kaiser Franz Josef

war es unvorstellbar, dass die Kutsche durch das Auto ersetzt wird.
Auch da gabs sicher grausige Unfälle.
Ob Elektromobilität der Weisheit letzter Schluss ist und wie es in 10 Jahren aussieht weiß niemand. Das einzige was mit Sicherheit gesagt werden kann, dass sich Mobilität massiv verändern wird. Musk hat jedenfalls gezeigt wie man Visionen umsetzt. Sei es Pay Pal, Tesla oder Spac X. Eine Geschichte die im heutigen Europa leider nicht mehr möglich wäre. Bürokratie und Zeitgeist lassen es nicht zu. Unsere Epoche als Vorreiter ist Geschichte.

scionescio
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@helmutmayr: niemand bezweifelt, dass sich die Mobilität stark verändern wird und auch der E-Motor scheint aktuell alternativlos ...

... aber das Auto hat sich gegenüber der Kutsche durchgesetzt, weil die Vorteile überzeugend waren und die Käufer einen deutlichen Mehrwert hatten.
Elektroautos mit einem Akku haben für den Konsumenten (und die Umwelt!) nur Nachteile und müssen mit Unsummen gefördert werden, damit sie nicht zum absoluten Ladenhüter werden - unseriöse Hersteller bewerben ihre Fahrzeuge zusätzlich noch mit Features („Autopilot“), die den Versprechungen nicht einmal theoretisch auch annähernd gerecht werden können und kosten damit regelmäßig naiven Verkehrsteilnehmern das Leben.
Dass wir in Europa unsere Leitindustrie und die Zulieferbetriebe gerade ruinieren, nur damit wir lokal unseren im Vergleich schon bescheidenen CO2 Ausstoß noch weiter reduzieren, damit die größten Klimasünder (USA, China) zusätzlich Kohlekraftwerke bauen, um uns mit dem schleichenden Sondermüll zwangszubeglücken, verstehe wer will - die vielen Arbeitslosen sicher nicht.
BEV sind nur eine unnötige Zwischentechnologie - erst das Wasserstoffzeitalter bringt den Durchbruch... und Menschen wie Musk halten aus Eitelkeit und Gewinnsucht die Menschheit nur auf!

RaraAvis
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Schon praktisch

Kann mir bald mit den Aktien ein neues Model S kaufen, aber unter 5000 Dollar/Aktie wird nicht verkauft.

scionescio
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Das hat ein Börsenexperte an anderer Stelle in der KLZ geschrieben:

"Wenn ich so darüber nachdenke, kommt mir unweigerlich eine alte Börsenweisheit in den Sinn. Gier frisst Hirn. Das hat mit einem Investment nichts mehr gemein sondern fällt in den Bereich des Glücksspiels. Dieser Tage wird eifrig gezockt an der Wall Street. Auch die Wertpapierkredite werden rasant ausgeweitet und die Kaufoptionen, mit denen man noch einen zusätzlichen Hebel einbauen kann, erleben einen waren Boom. Ein derartiges Ausmaß haben wir schon seit zehn oder zwanzig Jahren nicht mehr gesehen. Die Euphorie ist groß. Immer mehr driften die „fiktiven“ Börsenkurse mit den „realen“ Fakten auseinander. Das kann noch lange so gehen. Aber irgendwann ist jeder Traum ausgeträumt."