Die Insolvenz des deutschen Mutterkonzerns traf die Belegschaft von Hermes Schleifmittel in Bad St. Leonhard im Lavanttal schwer. Forderungsausfälle von 13,5 Millionen Euro führten dazu, dass am traditionsreichen Kärntner Standort weder Juni- noch Juligehälter oder das Urlaubsgeld überwiesen wurden. Zwar sind mit der Verfahrenseröffnung am 7. August die Voraussetzungen für Zahlungen aus dem Insolvenzentgeltfonds geschaffen worden, und auch die Absicht, Betrieb und Arbeitsplätze zu sichern, wurde bekräftigt – dennoch bleibt für die 188 Beschäftigten eine belastende Unsicherheit, wie es weitergeht. Montagnachmittag sollte eine Betriebsversammlung, bei der Insolvenzverwalter Gernot Murko die Belegschaft über die weiteren Schritte informierte, Klarheit schaffen.
Hermes Schleifmittel
Insolvenzverwalter: „Sehe jetzt keinen Bedarf, Kündigungen auszusprechen“
Nach dem Schock um die Insolvenz des Mutterkonzerns herrscht in Bad St. Leonhard vorsichtiger Optimismus. Der Betrieb wird wie geplant fortgeführt, sagt Insolvenzverwalter Gernot Murko nach der Betriebsversammlung Montagnachmittag.
© Gerfried Ambrosch