Für die Beschäftigten der Schleifmittelfirma Hermes im Lavanttal war die Insolvenz des deutschen Mutterunternehmens ein Schock. Dadurch blieben Zahlungen in der Höhe von 13,5 Millionen Euro an den seit 55 Jahren bestehenden Kärntner Standort aus, weshalb weder das Junigehalt noch das Urlaubsgeld ausgezahlt wurden. Auch wenn durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 7. August die formalen Kriterien für die Auszahlung der Gehaltsansprüche der 188 Dienstnehmer aus dem Insolvenzentgeltfonds erfüllt sind, und trotz erklärter Absichten, den Betrieb fortzuführen und die Produktion sowie die Arbeitsplätze zu erhalten, bleibt doch eine nagende Ungewissheit. Was, wenn der Standort letztlich doch schließen muss?
Hermes-Insolvenz
„Wenn eine Firma über 50 Jahre in der Gemeinde ist, ist das nicht einfach“
Viele Bad St. Leonharder arbeiten seit Jahrzehnten bei Hermes Schleifmittel. Die Insolvenz des Betriebs mit Passiva von 40 Millionen Euro lässt tiefgreifende soziale Folgen befürchten.
© Markus Traussnig