Ab Juni 2026 erweitert PEGI, das europaweite System zur Altersfreigabe von Videospielen (Pan European Game Information), seine Kriterien um neue Kategorien. Dabei ließ man sich vom deutschen USK-System (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) inspirieren.
Lootboxen, In-Game-Käufe und Online-Kommunikation
Am Freitag verkündete PEGI vier neue Kategorien, die sie in Zukunft in ihre Bewertung miteinbeziehen werden. Darunter fallen die viel diskutierten Lootboxen (siehe Factbox) und In-Game-Käufe. Spiele mit zeitlich oder mengenmäßig begrenzten Angeboten werden in Zukunft mit PEGI-12 eingestuft - also ab 12 Jahren empfohlen. Spiele mit NFTs oder Blockchain-bezogenen Mechaniken mit PEGI-18.
Spiele mit bezahlten Zufallsgegenständen – wie Lootboxen - bekommen ab Juni die Einstufung PEGI-16. Dies könnte auch die EA Sports FC-Reihe betreffen, die aktuell als PEGI-3 eingestuft wird. Das deutsche USK-System hat die Fußballsimulation aktuell für 12 Jahre freigegeben. Wenn die Rückkehr zum Spiel belohnt wird, durch z. B. tägliche Aufgaben, soll eine PEGI-7-Einstufung folgen. Kommt eine Bestrafung dazu, wenn man nicht regelmäßig zurückkehrt und dadurch Inhalte verliert, werden sie mit PEGI-12 eingestuft.
Videospiele, die keine Möglichkeit bieten, Kommunikationsfunktionen einzuschränken, wie z. B. eine Blockierungs- oder Meldefunktion, werden sogar mit PEGI-18 eingestuft.
Mehr Aufklärung für Eltern
Die Änderungen werden ab Sommer gelten. Videospiele mit dem neuen Einstufungssystem werden dementsprechend erst zum Zeitpunkt der Gamescom veröffentlicht. Mit dieser Nachschärfung will PEGI „Eltern darauf aufmerksam machen, dass bestimmte Merkmale von Spielen sorgfältig geprüft werden sollten und dass Hilfsmittel für Eltern dabei eine sehr hilfreiche Unterstützung sein können“, sagt Beate Våje, Vorsitzende des PEGI-Rats.