Kika/Leiner hat Insolvenz angemeldet. Wie hoch sind die Schulden, wer sind die Gläubiger?
So viel vorweg: Mit offiziell 3296 Betroffenen ist die Insolvenz von Kika/Leiner, gemessen an den Dienstnehmern, die größte der letzten zehn Jahre, merkt der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) an. Kika/Leiner hat den Antrag Montagnachmittag beim Landesgericht St. Pölten eingebracht und beziffert die Zahl der Gläubiger mit 440 und die Höhe der Verbindlichkeiten, die "zu berücksichtigen" seien, mit 132 Millionen Euro. Lieferanten sind demnach mit 42 Millionen Euro die größte Gläubigergruppe, es folgt die öffentliche Hand mit 40 Millionen an Abgaben und Beiträgen. An dritter Stelle: Die Forderungen jener Dienstnehmer, von denen sich Kika/Leiner trennen will.
So geht es jetzt weiter
Steuerzahler sind größte Einzelgläubiger in der Kika/Leiner-Pleite
Am Landesgericht St. Pölten wurde heute das Sanierungsverfahren von Kika/Leiner ohne Eigenverwaltung eröffnet. Auf viele Fragen in der Großpleite fehlen noch die Antworten. Was man aber jetzt schon weiß – und wie es weitergeht.
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